Leben und Forschen in einer internationalen Community

Als Standort von renommierten Instituten und innovativen Unternehmen heißt Deutschland Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt willkommen. Mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Kenntnissen fördern die internationalen Fachkräfte nicht nur den Wissensaustausch und bereichern so die Forschungsarbeit. Die Communities können Sie auch beim Einleben in Ihrer neuen Heimat unterstützen und Ihnen Tipps für den Alltag geben, ob für einen Sprachkurs oder wo es freie Betreuungsplätze für Ihre Kinder gibt.

So viele internationale Forscherinnen und Forscher leben und arbeiten in Deutschland

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Internationalität ist für Forscherinnen und Forscher ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Arbeitsortes. Deutschland hat nicht nur eine vielfältige Wissenschafts- und Forschungslandschaft – die Forschungsteams werden auch immer internationaler.

Inzwischen kommen knapp 10 Prozent der Forscherinnen und Forscher (ca. 80.000 Personen) in Deutschland aus dem Ausland. 5,5 Prozent sind Staatsangehörige eines EU-Landes, 4 Prozent kommen aus Staaten außerhalb Europas.

Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind besonders attraktiv für internationale Forscherinnen und Forscher: In jedem dieser Bundesländer leben und arbeiten mehr als 6.000 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Betrachtet man die Aufteilung nach Hochschulen, findet man den höchsten Anteil an internationalem wissenschaftlichem Personal im Saarland mit 16 Prozent.

Besonders häufig sind internationale Forscherinnen und Forscher in der Mathematik und den Naturwissenschaften vertreten (16 Prozent / 11 Prozent). Während EU-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler in Deutschland als technische Fachkräfte oder in verwandten Berufen arbeiten, sind 80 Prozent der Forscherinnen und Forscher aus Staaten außerhalb Europas auf naturwissenschaftlichen Gebieten tätig.

Internationalisierung an deutschen Hochschulen

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Hochschulen sind für internationale Forscherinnen und Forscher einer der wichtigsten Arbeitgeber. Im Jahr 2013 waren insgesamt 38.094 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausländischer Herkunft an deutschen Hochschulen tätig. Die meisten arbeiten an Universitäten (84 Prozent), deutlich weniger an Fachhochschulen (9 Prozent). Einen besonders großen Anteil internationaler wissenschaftlicher Beschäftigter haben die Universitäten von Frankfurt (Oder), Saarbrücken und Konstanz. Bei den Fachhochschulen steht Furtwangen an der Spitze.

Die meisten dieser Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen aus Westeuropa; auch aus Osteuropa und Asien stammen viele. Unter den Herkunftsländern liegen Russland und China  ganz vorne, gefolgt von Indien, den USA und Italien. Internationale Professorinnen und Professoren kommen zu zwei Dritteln aus Westeuropa, am häufigsten aus Österreich und der Schweiz. 

Am stärksten vertreten sind internationale Forscherinnen und Forscher an deutschen Hochschulen in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften – in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sind sie eher selten. Allerdings hat sich die Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ausland in diesen Fachgebieten zwischen 2005 und 2013 mehr als verdoppelt.

" Man fühlt sich wohl als Wissenschaftler. "

Ayse, Türkei

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So sehen internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Deutschland als Arbeitsort

Internationale wissenschaftliche Fachkräfte bewerten die deutsche Forschungslandschaft mit großer Mehrheit positiv. Im Jahr 2011 hat die Alexander von Humboldt Stiftung analysiert, wie internationale Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler Deutschland wahrnehmen. Demnach bewerten mehr als 90 Prozent der Befragten ihren Forschungsaufenthalt aus wissenschaftlicher Sicht als sehr gut oder gut. Auch die Arbeitsatmosphäre an deutschen Instituten, die Räume sowie die Ausstattung erhalten gute bis sehr gute Noten.

Am meisten schätzen die wissenschaftlichen Angestellten aus dem Ausland die Selbständigkeit, die freie Zeiteinteilung und die große Bedeutung ihrer Arbeit für andere. Und besonders bemerkenswert: Die Mehrheit der Befragten sagt, dass internationale Herkunft einen positiven Effekt auf die wissenschaftliche Karriere in Deutschland hat.

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Was die deutsche Wirtschaft so stark macht

Berufsperspektiven nach dem Studium

Berufe, mit denen Sie hier besonders gut ankommen (Deutsch, Englisch, Spanisch)

Informationen im Web

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Analyse des deutschen Arbeitsmarktes für Forscherinnen und Forscher (Deutsch)