Der dynamische deutsche Arbeitsmarkt

Die allgemeine Lage

Deutschland zählt zu den EU-Ländern mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit. Im Jahresdurchschnitt 2015 lag die Erwerbslosenquote nach Angaben von OECD bei 4,6 Prozent. Damit steht Deutschland im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften gut da. Medien aus dem In- und Ausland sprechen schon vom „deutschen Jobwunder“. In bestimmten Branchen hat man in Deutschland derzeit ausgezeichnete Berufsaussichten.

Der dynamische deutsche Arbeitsmarkt

Besonders erfreulich ist, dass auch die jungen Menschen eine Ausbildung und Arbeit finden. Mit einer Erwerbslosenquote von 7,3 Prozent bei jungen Leuten im Alter zwischen 15 und 24 Jahren hat Deutschland eine der niedrigsten Erwerbslosenquoten im Vergleich der EU 28-Länder (Erwerbslosenquote der Jüngeren unter 24 Jahren lag in der EU 28 im Jahresdurchschnitt 2015 bei 20,4 Prozent). Experten sehen in der Dualen Ausbildung – einem System, bei dem die jungen Leute parallel im Betrieb und in der Berufsschule lernen einen zentralen Erfolgsfaktor des deutschen Arbeitsmarkts. Die deutschen Unternehmen haben ihren Nachwuchs daher schon sehr früh in der Firma und kümmern sich mit um gute Abschlüsse. Zum anderen haben auch Absolventen von Universitäten und den praxisorientierten Fachhochschulen in Deutschland gute Chancen, schnell eine gute Beschäftigung zu finden.

Unterschiede nach Regionen

Trotz der allgemein guten Lage des deutschen Arbeitsmarktes gibt es Unterschiede zwischen den Regionen: Gut sind die Jobaussichten zum Beispiel in bestimmten Teilen Süddeutschlands, also den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern. Hier sind die Arbeitslosenquoten vergleichsweise gering.

Unterschiede nach Qualifikationen

Unterschiede nach Qualifikationen

Die Jobchancen hängen allerdings nicht nur von der regionalen Wirtschaftssituation ab, sondern auch von der entsprechenden Qualifikation und dem Qualifikationsniveau der Bewerber. Akademikerinnen und Akademiker mit einem Abschluss an einer Universität oder Fachhochschule finden vergleichsweise leicht eine Stelle. Auch Personen mit beruflichen Qualifikationen, also zum Beispiel einer abgeschlossenen Berufsausbildung, haben in der Regel gute Chancen am Arbeitsmarkt. Deutlich schlechtere Chancen haben Menschen ohne Berufsabschluss. Zuwanderer haben also sehr gute Einstiegschancen in Deutschland, insbesondere wenn sie gut qualifiziert sind und Grundkenntnisse in der deutschen Sprache haben.

Die Gründe für den Aufschwung am Arbeitsmarkt

Deutschland hat eine bemerkenswerte Kehrtwende geschafft. Noch 2005 lag die Erwerbslosenquote mit 11,3 Prozent im EU-Vergleich auf einem der hinteren Plätze. Seitdem verbessert sich die Lage des deutschen Arbeitsmarkts kontinuierlich. Selbst während der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2008 hielt der positive Trend an. Experten sind sich einig, dass dies vor allem an zwei Faktoren liegt: Erstens hat die Politik mit Reformen für mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt gesorgt. Zweitens schlägt inzwischen der demografische Wandel durch. Für die vielen Älteren, die in Rente gehen, rücken immer weniger junge Fachkräfte nach.

Die Zukunftsperspektiven

Die Zukunftsperspektiven

Bleibt die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt auch in den nächsten Jahren günstig? Angesichts des konjunkturellen Auf und Ab und der globalen Entwicklungen lässt sich das natürlich schwer vorhersagen. Aber unabhängig von möglichen kurzfristigen Schwankungen gehen Experten davon aus, dass vor allem zwei Faktoren den Arbeitsmarkt in Deutschland bestimmen. Diese sprechen dafür, dass Fachkräfte auch in den kommenden Jahren stark gefragt sein werden und sich weiterhin sehr gute Chancen für ausländische Fachkräfte ergeben dürften:

Faktor 1: Der demografische Wandel

Deutschland ist wie kaum ein anderes Land in Europa vom demografischen Wandel betroffen. Seit die Geburtenrate gegen Mitte der 1970er Jahre stark zurückging, bewegt sie sich dauerhaft um Werte von 1,4 – weit unterhalb des bestandserhaltenden Niveaus von 2,1. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung beständig und damit die Anzahl älterer Menschen. Diese Entwicklungen wirken sich bereits heute auf den Arbeitsmarkt aus. Da zunehmend weniger neue Fachkräfte nachrücken, wird qualifiziertes Personal immer knapper. Zukünftig werden der Rückgang und die Alterung der Erwerbsbevölkerung jedoch noch wesentlich deutlicher werden. Da Fachkräfte ein zentraler Erfolgsfaktor für die deutsche Wirtschaft sind, werden sie daher auch in den kommenden Jahren begehrt bleiben.

Die Stärke der deutschen Unternehmen

Faktor 2: Die Stärke der deutschen Unternehmen

Deutschland wird sich der Konjunkturentwicklung in Europa und der Welt sicher nicht entziehen können. Allerdings zählen viele deutsche Unternehmen durch ihre hohe Wettbewerbsfähigkeit zu den Gewinnern der Globalisierung – und es spricht viel dafür, dass sie diese gute Stellung auch in Zukunft halten können. Deutsche Unternehmen bieten innovative und konkurrenzfähige Produkte – insbesondere auch in den weltweiten Zukunftsmärkten Infrastruktur, Umweltschutz und Ressourcenschonung. Nur in Zusammenarbeit mit gut ausgebildeten Fachkräften und Akademikern wird es den Unternehmen gelingen, den bisherigen Vorsprung zu verteidigen.

Informationen hier im Portal

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Tipps, die Ihnen beim Einleben helfen

Informationen im Web

Bundesagentur für Arbeit

Statistiken zum deutschen Arbeitsmarkt (Deutsch)

EURES

Überblick über den deutschen Arbeitsmarkt (u. a. Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Spanisch)

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände

Leitfaden Willkommenskultur: Wie deutsche Unternehmen internationale Fachkräfte integrieren (PDF, 1,00 MB) (Deutsch, Englisch)

Statistisches Bundesamt

Daten zum deutschen Arbeitsmarkt (Deutsch, Englisch)

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