Perspektive Berufsausbildung

Viele Berufe werden in Deutschland nicht an Hochschulen, sondern im Rahmen einer dualen Ausbildung erlernt. Auszubildende sind drei bis vier Tage pro Woche in ihrem Ausbildungsbetrieb. Dort erwerben sie praktische Kenntnisse, die für ihre Berufspraxis unerlässlich sind. An den restlichen ein bis zwei Wochentagen gehen sie zur Berufsschule und erwerben das fachtheoretische Wissen, das für ihre berufliche Laufbahn nötig ist.

Perspektive Berufsausbildung

Je nach Beruf und Vorkenntnissen dauert eine Ausbildung zwei bis dreieinhalb Jahre. Während dieser Zeit erhalten Auszubildende schon eine Ausbildungsvergütung vom Betrieb, die je nach Beruf, unterschiedlich hoch ist; im Durchschnitt liegt sie bei rund 650 Euro im Monat. Wer sich in der Ausbildung bewährt, wird oftmals nach seinem Abschluss vom Ausbildungsbetrieb als Fachkraft übernommen. Bei guten Leistungen hat man zudem die Möglichkeit, sich zur Meisterin bzw. zum Meister oder zur Technikerin bzw. zum Techniker weiterzubilden und später sogar Führungsaufgaben im Betrieb zu übernehmen oder sich selbstständig zu machen. Zahlreiche prominente Persönlichkeiten wie der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder begannen ihre Karriere mit einer Ausbildung.

Eine Ausbildung in Deutschland

EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern steht der Ausbildungsmarkt in Deutschland schon seit einigen Jahren offen. Das ist eine Folge der Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit in der Europäischen Union. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz für Jugendliche aus Europa haben sich in den vergangenen Jahren verbessert. Denn aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung gibt es in Deutschland mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Zudem ist die Jugendarbeitslosigkeit eine der niedrigsten in ganz Europa. Daher suchen immer mehr Unternehmen aus Deutschland inzwischen auch in den europäischen Nachbarländern nach geeigneten Auszubildenden und freuen sich über gute Bewerbungen von dort.
Da im Falle eines Ausbildungsvertrages in der Regel auch die Berufsschule zu absolvieren ist, werden allerdings gute Sprachkenntnisse bei Auszubildenden vorausgesetzt. Diese können aber auch noch parallel zur Ausbildung verbessert werden. Unter bestimmten Vorraussetzungen können auch Staatsangehörige, die nicht aus der EU stammen, eine Ausbildung in Deutschland absolvieren. Hier lohnt sich ein frühzeitiges Gespräch mit dem in Frage kommenden Ausbildungsbetrieb und der zuständigen Behörde. Der Arbeitgeber kann auch schon vor dem Visumsantrag bei der ZAV klären lassen, ob die Durchführung der Ausbildung möglich ist.

Die Suche nach einer Ausbildungsstelle

Die Suche nach einer Ausbildungsstelle

Im Rahmen der dualen Ausbildung wird die Ausbildungsstelle direkt von den Unternehmen vergeben. Bewerberinnen und Bewerber müssen sich wie um einen normalen Arbeitsplatz beim Betrieb bewerben. Bei der Vermittlung helfen die Arbeitsagenturen. Die Ausbildungen starten in der Regel im August und September. Viele Betriebe bemühen sich bereits sehr frühzeitig um Auszubildende, so dass Ausbildungsstellen oft schon ein Jahr vorher ausgeschrieben und auch besetzt werden. Bei einigen Berufen, wie Altenpfleger/innen und Krankenpfleger/innen sowie Erzieherinnen und Erzieher, läuft die Ausbildung zentral über eine spezielle Schule. Hier wird das Basiswissen vermittelt und vertieft; zwischendurch gibt es längere Zeitblöcke mit Praxiseinsätzen in verschiedenen Einrichtungen.

Informationen hier im Portal

Mit welcher Ausbildung Sie beste Chancen haben

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Was Sie schon immer über Deutschland wissen wollten

Lesen Sie, wie Sie die Sprache schnell beherrschen.

Informationen im Web

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)

Das deutsche Ausbildungssystem kurz erklärt (Deutsch, Englisch)

Bundesagentur für Arbeit

Ihre Beratungsstellen vor Ort (Deutsch)

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Tipps zur Suche nach einem Ausbildungsplatz (Deutsch, Englisch, Russisch, Türkisch)

Deutschland im Porträt

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