Chancen für Familienangehörige

Von hervorragenden Schulen bis zu vollen Fußballstadien am Wochenende, von Freizeitparks bis zu spannenden Berufsperspektiven – Deutschland hat Familien einiges zu bieten. Bringen Sie daher Ihren Ehepartner und Ihre Kinder einfach mit nach Deutschland. Wir erklären Ihnen, wie es geht.

Chancen für Familienangehörige - Ratgeber - Arbeiten

EU-Bürger

EU-Bürger

Als EU-Bürgerin oder EU-Bürger können Ihr Ehepartner und Ihre Kinder ohne Einschränkungen in Deutschland leben und arbeiten. Eine spezielle Aufenthaltserlaubnis müssen Sie nicht beantragen.

Bürger aus Drittstaaten

Bürger aus Drittstaaten

Freuen Sie sich auf eine gemeinsame Zeit mit Ihrem Ehepartner und Ihren Kindern in Deutschland. Zwar gelten einige Voraussetzungen, um mit Ihrer Familie nach Deutschland einzureisen. Aber diese werden Sie als internationale Fachkraft sicherlich erfüllen:

  • Aufenthaltstitel: Sie haben als Arbeitnehmer eine Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis oder eine „Blaue Karte EU” für Deutschland.
  • Wohnraum: Sie haben erfolgreich eine Wohnung in Deutschland gemietet, die ausreichend Platz für Ihre Familie bietet. Tipps zur Wohnungssuche finden Sie hier.
  • Geld: Sie verfügen über ausreichend finanzielle Mittel, um für Ihre Familie zu sorgen.
  • Volljährigkeit: Ihr Ehepartner ist volljährig, also mindestens 18 Jahre alt.

Mit der Erteilung des Aufenthaltstitels erhalten Ihre miteingereisten Familienangehörigen sofort das uneingeschränkte Recht, einer Erwerbstätigkeit in Deutschland nachzugehen.

Muss meine Familie Deutsch können?

Muss meine Familie Deutsch können?

Nicht unbedingt. Zwar gilt: Grundlegende Deutschkenntnisse müssen die Ehepartner zwar in der Regel haben, um eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Sie sollten sich also zum Beispiel auf Deutsch vorstellen oder nach dem Weg fragen können. Allerdings gibt es eine Reihe von Ausnahmen. Keine Deutschkenntnisse benötigt Ihr Ehepartner für eine Aufenthaltserlaubnis, wenn:

  • Sie selbst Inhaber einer Blauen Karte EU sind.
  • Sie selbst in Deutschland als Hochqualifizierte bzw. Hochqualifizierter oder Forscherin bzw. Forscher arbeiten.
  • Ihr Ehepartner einen Hochschulabschluss hat.
  • Sie Staatsangehöriger Australiens, Israels, Japans, Kanadas, der Republik Korea, Neuseelands oder der Vereinigten Staaten von Amerika sind.

Ihre Familie wird sich in Deutschland aber bestimmt am wohlsten fühlen, wenn alle etwas Deutsch sprechen. Wie dies gelingen kann, erklären wir Ihnen in der Rubrik „Die deutsche Sprache“.

Mit Kindern nach Deutschland

Mit Kindern nach Deutschland

Natürlich können Sie auch Ihre Kinder nach Deutschland mitbringen. Denn: Wenn Sie und Ihr Ehepartner eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland haben oder Sie als Alleinerziehender das Sorgerecht haben, bekommen Ihre Kinder im Alter von bis zu 16 Jahren ebenfalls eine Aufenthaltserlaubnis. Für Kinder über 16 Jahren gelten spezielle Regeln. Diese erfragen Sie am besten in der deutschen Botschaft Ihres Heimatlandes oder in einer Ausländerbehörde in Deutschland.

Wie Sie Ihre Familie nach Deutschland holen

Wie Sie Ihre Familie nach Deutschland holen

Schritt 1 – in Ihrem Heimatland: Ihr Ehepartner und Ihre Kinder gehen in Ihrem Heimatland in eine deutsche Botschaft oder ein Konsulat. Dort beantragen Sie einen Aufenthaltstitel für Deutschland, der durch den Familiennachzug begründet ist. Bitte beachten Sie: Die Bearbeitungszeit kann unter Umständen einige Zeit dauern. Machen Sie sich daher rechtzeitig mit den für den Antrag notwendigen Unterlagen vertraut und stellen Sie den Antrag frühzeitig.

Schritt 2 – in Deutschland: Wenn Ihre Familie in Deutschland angekommen ist, melden Sie Ihre Familienmitglieder beim Einwohnermeldeamt und bei der zuständigen Ausländerbehörde an. Dafür müssen Sie die Pässe, Geburts- und Heiratsurkunden, Gehalts- oder Steuerbescheinigungen sowie Mietnachweise zusammenstellen. Fragen Sie bei der Behörde nach, welche weiteren Dokumente notwendig sind. Je nach Ihrer speziellen familiären Situation können unterschiedliche Voraussetzungen gelten.

Chancen für Ihre Familie in Deutschland

Chancen für Ihre Familie in Deutschland

Natürlich kann Ihre Familie das Leben in Deutschland einfach nur genießen. Daneben stehen ihnen aber auch verschiedene Optionen offen:

Arbeit: Mit der Erteilung des Aufenthaltstitels erhalten Ihre miteingereisten Familienangehörigen sofort das uneingeschränkte Recht, einer Erwerbstätigkeit in Deutschland nachzugehen.

Bildung: Ihre Kinder können in Deutschland aus einem breiten Spektrum von Schulen wählen. Darüber hinaus stehen Ihrer Familie deutsche Fachhochschulen und Universitäten offen – zumindest, wenn sie ausreichend Deutsch sprechen. Allerdings gibt es inzwischen auch immer mehr englischsprachige Studiengänge.

Möglich ist auch, dass Familienmitglieder ein im Heimatland begonnenes Studium in Deutschland fortsetzen. Haben sie beispielsweise erste Abschlüsse an einer Hochschule erworben, können sie diese Abschlüsse in Deutschland anerkennen lassen. Anschließend können Sie in Deutschland weiter studieren, um höhere Abschlüsse zu erwerben.

Elternzeit

Elternzeit

Zeit für Kinder

Nach der Geburt eines Kindes wollen sich viele Mütter und Väter ihrer Familie widmen und im Beruf eine Pause einlegen – ohne ihre Arbeitsstelle aufzugeben. In Deutschland ist das für jede Arbeitnehmerin und jeden Arbeitnehmer möglich, unabhängig von der Art des Arbeitsverhältnisses, der Herkunft und der Staatsbürgerschaft. Der Anspruch auf die sogenannte „Elternzeit“ besteht bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes. Während dieser Zeit bleibt der Job gesichert. Zudem wird der Lohnausfall teilweise über das Elterngeld ausgeglichen.

Was ist Elternzeit?

Sie möchten nach der Geburt Ihres Kindes möglichst viel Zeit mit Ihrer Familie verbringen und Ihre berufliche Tätigkeit dafür unterbrechen oder etwas weniger arbeiten? Das ist in Deutschland kein Problem. Nach der Geburt eines Kindes haben Mütter und Väter das Recht, sich eine Auszeit von ihrer Arbeit zu nehmen, die sogenannte „Elternzeit“. Dann können Sie sich ganz um die Familie kümmern. Während dieser Zeit darf der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nur in besonderen Ausnahmefällen (z.B. Insolvenz, Stilllegung des Betriebes, Pflichtverletzung) kündigen. Nach der Elternzeit haben Mütter und Väter das Recht, zu der Arbeitszeit zurückzukehren, die im Arbeitsvertrag vor Beginn der Elternzeit galt. Wenn Sie Elternzeit beantragen wollen, helfen Ihnen die sogenannten Elterngeldstellen weiter. Die Adressen finden Sie auf der deutsch-sprachigen Website www.familien-wegweiser.de

Wer hat Anspruch auf Elternzeit?

Mütter und Väter können in Deutschland Elternzeit beantragen, wenn sie abhängig beschäftigt sind; also Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer sind und einen deutschen Arbeitsvertrag haben. Das gilt bei befristeten Verträgen, bei Teilzeitverträgen, bei geringfügiger Beschäftigung und auch für Auszubildende in einem Unternehmen. Nach der Rückkehr in den Betrieb geht die Ausbildung dann wie geplant weiter. Vor Beginn der Elternzeit sollte die oder der Auszubildende jedoch bei der zuständigen Kammer oder Kultusbehörde erfragen, wie der Wiedereinstieg nach der Elternzeit geregelt ist.

Keinen Anspruch auf Elternzeit haben Studierende, Schülerinnen und Schüler, Praktikantinnen und Praktikanten, Selbstständige oder Erwerbslose.

Wenn beide Elternteile eines Kindes berufstätig sind, können sie die Elternzeit abwechselnd oder gleichzeitig nehmen. Wichtig ist aber: Elternzeit gibt es nur für berufstätige Mütter und Väter, die auch mit dem Kind in einem Haushalt leben und ihr Kind überwiegend selbst betreuen.

" Hier wird sehr auf die Balance zwischen Arbeit und Freizeit geachtet. "

Marie, USA

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Darf man während der Elternzeit arbeiten?

Während der Elternzeit können Sie im Einvernehmen mit Ihrem Arbeitgeber bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten. Unter bestimmten Voraussetzungen haben Sie sogar einen Rechtsanspruch darauf.

Möchten Sie während Ihrer Elternzeit selbstständig sein oder in Teilzeit bei einem anderen Arbeitgeber arbeiten, müssen Sie zuerst die Zustimmung Ihres bisherigen Arbeitgebers einholen.

Wie lange dauert die Elternzeit?

Über die Dauer Ihrer Elternzeit können Sie selbst entscheiden. In den meisten Fällen wird die Elternzeit mit der Geburt des Kindes (z.B. Elternzeit des Vaters) beziehungsweise im Anschluss an die Mutterschutzfrist (Elternzeit der Mutter) beginnen. Sie haben auf jeden Fall einen Anspruch auf Elternzeit bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres Ihres Kindes. Zudem haben Sie die Möglichkeit, einen Anteil der Elternzeit von bis zu 12 Monaten auf die Zeit bis zur Vollendung des 8. Lebensjahres zu übertragen. Eine solche Übertragung ist allerdings nur mit Zustimmung des Arbeitgebers möglich. Ein Anspruch darauf, Elternzeit zu übertragen, besteht nicht.

Wie und wo muss die Elternzeit angemeldet werden?

Die Elternzeit ist sieben Wochen vor deren (geplanten) Beginn schriftlich beim Arbeitgeber anzumelden. Dabei geben Sie verbindlich an, für welche Zeiträume innerhalb von zwei Jahren Sie die Elternzeit nehmen möchten (so genannter Zweijahreszeitraum). Die nach Ablauf dieses Zweijahreszeitraums noch verbleibende Elternzeit kann dann erneut schriftlich beim Arbeitgeber angemeldet werden. Die Frist zur Anmeldung endet sieben Wochen vor Ablauf des Zweijahreszeitraums. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen eine schriftliche Bestätigung über die Dauer der Elternzeit auszustellen.

Elterngeld

Elterngeld

Finanzielle Unterstützung für junge Familien

Nach der Geburt eines Kindes bekommen Eltern in Deutschland eine besondere finanzielle Unterstützung: das Elterngeld. Das Geld hilft jungen Familien, wenn die Eltern in den ersten Monaten nach der Geburt gar nicht oder weniger arbeiten.

Wie lange wird Elterngeld gezahlt?

Das Elterngeld kann ab dem Tag der Geburt innerhalb der ersten 14 Lebensmonate des Kindes gezahlt werden. Gemeinsam haben beide Eltern einen Anspruch auf 12 Monatsbeträge Elterngeld. Zwei weitere Monatsbeträge kommen hinzu, wenn beide Eltern das Elterngeld nutzen und zumindest ein Elternteil für mindestens zwei Monate ein gemindertes Einkommen hat. Alleinerziehende können bei vermindertem oder weggefallenem Einkommen die 14 Monatsbeträge allein erhalten. Die Eltern können sich die zwölf bzw. 14 Monatsbeträge frei untereinander aufteilen. Dabei kann ein Elternteil mindestens zwei und höchstens zwölf Monatsbeträge erhalten.

Die Eltern können das Elterngeld gleichzeitig oder nacheinander beziehen. Teilen sich die Eltern das Elterngeld beispielsweise hälftig auf, kann jeder von ihnen höchstens sieben – zusammen höchstens 14 – Monatsbeträge erhalten.

Bekommen auch Familien internationaler Fachkräfte Elterngeld?

Bürgerinnen und Bürger aus Ländern der Europäischen Union, aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz können Elterngeld erhalten, wenn sie in Deutschland wohnen und arbeiten. Auch wenn Sie Staatsbürger eines anderen Landes sind, können Sie ein Anrecht auf Elterngeld haben. Dazu ist ein sogenannter Aufenthaltstitel nötig, der Ihnen das Recht gibt, in Deutschland zu arbeiten. Das gilt, wenn Sie eine Niederlassungserlaubnis haben oder eine Aufenthaltserlaubnis besitzen und auch zur Erwerbstätigkeit in Deutschland berechtigt sind oder waren, zum Beispiel eine Blaue Karte EU.

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen für den Erhalt des Elterngeldes in deutscher Sprache bietet der Familien-Wegweiser des Bundesfamilienministeriums

Wie hoch ist das Elterngeld?

Wie viel Elterngeld Sie erhalten, hängt von Ihrem monatlichen Nettoeinkommen vor der Geburt Ihres Kindes ab. Es beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro pro Monat. Familien mit mehreren kleinen Kindern, Eltern mit einer Mehrlingsgeburt, z. B. Zwillingen oder Drillingen sowie Geringverdienende mit Einkommen unter 1.000 Euro erhalten Zuschläge. Mit welcher Summe Sie in etwa rechnen können, zeigt der Online-Elterngeldrechner auf der deutsch-sprachigen Website www.familien-wegweiser.de.

Wie und wo beantrage ich das Elterngeld?

Das Elterngeld wird schriftlich beantragt. Den Antrag reichen Sie bei der für Sie zuständigen Elterngeldstelle ein. Das für Sie geltende Antragsformular können Sie auf www.familien-wegweiser.de herunterladen.

Es ist nicht nötig, den Antrag sofort nach der Geburt Ihres Kindes zu stellen. Bitte beachten Sie aber: Rückwirkend wird das Elterngeld höchstens für die letzten drei Monate vor Antragstellung gezahlt. Sie sollten also nicht zu lange warten.

Die zuständige Elterngeldstelle kann Ihnen mit einer ausführlichen Beratung weiterhelfen. Die Adressen finden Sie auf www.familien-wegweiser.de

Vollständiger Ratgeber "Arbeiten in Deutschland"

Download (PDF 2224 KB)

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Familien Wegweiser

Allgemeine Informationen zur Elternzeit (Deutsch)

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Sprachkenntnisse und Familiennachzug (Deutsch, Englisch)

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)

Informationen zu Stellensuche und Arbeitserlaubnis (Deutsch)

Auswärtiges Amt

Informationen zu Visa, Aufenthaltsgenehmigung und deutschen Auslandsvertretungen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch)

Neues Zuwanderungsprojekt in Baden-Württemberg gestartet

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