Ratgeber „Ausbildung in Deutschland“

Sie haben Interesse an einer Ausbildung in Deutschland? Dann hilft Ihnen unser Ratgeber weiter. Hier finden Sie beispielsweise Tipps, wie Sie den richtigen Beruf wählen, am besten eine Stelle suchen oder sich bewerben. Außerdem erfahren Sie, wie Sie schon etwas Deutsch lernen können und welche Rechte und Pflichten Sie in der Ausbildung haben.

Ratgeber „Ausbildung in Deutschland“

Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzungen

Visa, Schulabschluss und Sprachkenntnisse: Um in Deutschland eine Ausbildung machen zu können, sollten Sie einige Voraussetzungen erfüllen. Welche das konkret sind, erklären wir Ihnen im Beitrag: „Kann ich eine Ausbildung in Deutschland machen?

Welche Ausbildung zu mir passt

Welche Ausbildung zu mir passt

Sie haben die Wahl: Derzeit gibt es für Jugendliche in Deutschland rund 350 verschiedene duale Ausbildungsberufe. Damit Sie den richtigen für sich finden, sollten Sie zunächst überlegen, was Ihnen Spaß macht und welche Talente Sie haben: Welche Schulfächer finden Sie interessant? Arbeiten Sie gerne mit Menschen zusammen? Arbeiten Sie gerne am PC oder möchten Sie eher an großen Maschinen oder mit Werkzeug arbeiten? Sobald Sie Ihre Wünsche kennen, können Sie sich auf die Suche nach der passenden Ausbildung machen. Gute Einblicke in viele Ausbildungsberufe gewähren beispielsweise die Website Planet-Beruf und Beroobi – allerdings nur auf Deutsch. Wer zusätzlich kurze Erklärungen zu den fünf Ausbildungsberufen haben möchte, kann hier im Portal unter „Fünf gefragte Ausbildungsberufe“ vorbeischauen. Vielleicht gibt es bereits in Ihrem Herkunftsland Möglichkeiten sich bezüglich Ihrer Berufswahl informieren und beraten zu lassen.

Stellen suchen

Stellen suchen

Sie wissen welche Ausbildung zu Ihnen passt? Dann heißt es jetzt Stellen suchen und bewerben! Je nachdem, für welchen Ausbildungsberuf Sie sich entschieden haben, können Sie auf verschiedenen Ausbildungsstellenbörsen im Internet suchen. Eine sehr große Auswahl bietet die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Wählen Sie dort unter „Sie suchen“ den Begriff „Ausbildung“. Hier finden Sie Ausbildungsstellen in vielen Berufen und von Unternehmen aus ganz Deutschland. Suchen Sie speziell nach einer Ausbildung im Handwerk, empfiehlt sich die interaktive Karte des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Von dort gelangen Sie mit einem Klick auf „Lehrstellenangebote“ zu regionalen Stellenbörsen, in denen Sie beispielsweise nach Ausbildungsstellen für Elektronikerinnen und Elektroniker oder für Mechatronikerinnen und Mechatroniker suchen können. Wenn Sie sich für eine Ausbildung im kaufmännischen oder gewerblichen Bereich entschieden haben, lohnt sich ein Blick in die Stellenbörse der Industrie- und Handelskammern. Eine große Übersicht an Stellenbörsen, je nach Branche und Region, finden Sie zudem beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

Eine andere gute Gelegenheit, Informationen über die verschiedenen Ausbildungsberufe zu erhalten, besteht in dem Besuch von speziellen Job- und Ausbildungsmessen. Dort können Sie direkt mit Ansprechpartnern und Experten ins Gespräch kommen und so erfahren, welche Ausbildung sich für Sie eignet. Eine Übersicht über aktuelle Messen finden Sie zum Beispiel auf dem Portal planet-beruf.de.

Übrigens: Vergessen Sie nicht, sich rechtzeitig für eine Ausbildungsstelle zu bewerben. Viele Unternehmen schreiben bereits gut ein Jahr im Voraus ihre offenen Ausbildungsstellen aus. Die Ausbildung beginnt dann in der Regel im August oder September eines jeden Jahres.

Richtig bewerben

Richtig bewerben

Wenn Sie eine interessante Stelle entdeckt haben, zögern Sie nicht, sich zu bewerben. Wie Sie Schritt für Schritt eine gute Bewerbung für einen Ausbildungsplatz schreiben, erklärt Ihnen auf Deutsch das Bewerbungstraining von Planet-Beruf.de. Dort erfahren Sie auch, wie Sie sich am besten auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten können und was alles in Ihrem Ausbildungsvertrag stehen muss. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren in Deutschland finden Sie in unserem Portal im Beitrag „Bewerbung: Zeigen Sie, was Sie können“.

Sprachkurse

Sprachkurse

Klar, ganz ohne Deutsch geht es nicht. Schließlich wird im Unternehmen und in der Berufsschule Deutsch gesprochen. Einige Unternehmen, die Jugendliche aus anderen Ländern ausbilden, bieten daher spezielle Deutschkurse an oder unterstützen die Jugendlichen auf andere Weise beim Deutschlernen. Erkundigen Sie sich bei der Bewerbung daher nach den Angeboten des Unternehmens. Oder Sie können bereits in Ihrem Herkunftsland einen Deutschkurs, zum Beispiel an einem Goethe-Institut besuchen. Die Adressen der Institute finden Sie auf unserer interaktiven Weltkarte „Deutschland vor Ort“.

Welche anderen Möglichkeiten Sie haben, Deutsch zu lernen, erfahren Sie in unserem Ratgeber „Leben in Deutschland“.

Rechte und Pflichten

Rechte und Pflichten

Die Berufsausbildung in Deutschland ist gesetzlich geregelt. Das hat für Sie viele Vorteile, denn die Gesetze schützen Ihre Rechte. Zum Beispiel muss Ihr Unternehmen Ihnen bei einer dualen Ausbildung monatlich eine Vergütung zahlen und Ihnen die Ausbildungsmittel, also etwa Werkzeuge oder Sicherheitsausrüstungen, zur Verfügung stellen. Zudem schreiben die Gesetze vor, dass Ihre tatsächlichen Aufgaben im Unternehmen auch dem Ausbildungsziel dienen müssen – mit anderen Worten: Das Unternehmen ist verpflichtet, Ihnen das Know-how des Berufes beizubringen.

Natürlich legen die Gesetze umgekehrt auch fest, was das Unternehmen während der Ausbildung von Ihnen erwarten darf. Ihre wichtigste Pflicht ist dabei die Lernpflicht. Das bedeutet: Von Ihnen wird erwartet, dass Sie sich bemühen, Ihren Ausbildungsberuf zu erlernen. Zudem sind Sie beispielsweise verpflichtet, regelmäßig die Berufsschule zu besuchen und Ihrem Unternehmen rechtzeitig eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen, wenn Sie krank sind.

Weitere Informationen über die Rechte und Pflichten während einer Ausbildung finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit und in der Publikation „Ausbildung und Beruf“ (PDF 1,56 MB) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Umzug und Einleben

Umzug und Einleben

Damit Sie sich in Deutschland wohlfühlen, sind natürlich auch die Rahmenbedingungen wichtig. Da wäre zuerst einmal die Wohnung. Manche Unternehmen, die Jugendliche aus dem Ausland ausbilden, bieten Unterkünfte an. Andere helfen ihren Auszubildenden, eine Wohnung zu finden. Fragen Sie am besten Ihren Arbeitgeber, ob er Sie unterstützen wird. Wenn Sie selber eine Wohnung suchen möchten, erhalten Sie im Ratgeber „Leben in Deutschland“ einige Tipps.

Mit Freundinnen und Freunden etwas unternehmen, Sport machen oder Einkaufen gehen – in Deutschland haben Sie viele Möglichkeiten, Ihre Freizeit zusammen mit anderen zu genießen. Einige Tipps dafür finden Sie im Ratgeber „Leben in Deutschland“.

Ausbildung – und dann?

Ausbildung – und dann?

Vielleicht ist es noch etwas früh – aber wenn Sie Ihre Ausbildung in Deutschland erfolgreich abgeschlossen haben, stehen Ihnen verschiedene Perspektiven offen:

  • Arbeiten Sie in einem Unternehmen: Viele Unternehmen in Deutschland suchen derzeit ausgebildete Fachkräfte. Die Chancen stehen daher gut, dass Sie von Ihrem Betrieb nach der Ausbildung direkt übernommen werden. Kann das Unternehmen Sie nicht einstellen oder Sie haben den Wunsch ein neues Unternehmen kennenzulernen, finden Sie hier im Ratgeber „Arbeiten in Deutschland“ Tipps für die Jobsuche. Offene Stellen können Sie sich in der Jobbörse von Make it in Germany ansehen.
  • Bilden Sie sich weiter: Vielleicht möchten Sie sich auch weiterentwickeln und mehr Verantwortung übernehmen. Dann haben Sie in Deutschland die Möglichkeit, an einer Weiterbildung teilzunehmen. Sie können sich dadurch spezialisieren, beruflich aufsteigen oder sich selbstständig machen. Welche Weiterbildung für Sie infrage kommt, hängt von Ihrem Berufszweig und Ihrer Branche ab.
    • Handwerkliche Berufe: Haben Sie einen handwerklichen Beruf erlernt, können Sie sich beispielsweise zum Meister bzw. zur Meisterin weiterbilden. Der Meistertitel ist in Deutschland ein staatlich anerkannter Berufsabschluss. Nach der Weiterbildung arbeiten viele Meister und Meisterinnen in Führungspositionen oder gründen eigene Betriebe. Zudem dürfen Meister und Meisterinnen Jugendliche in ihrem Beruf ausbilden.
    • Technische Berufe: Arbeiten Sie im Bereich Bau- oder Maschinentechnik, dann können Sie sich zum „Staatlich geprüften Techniker“ weiterbilden. Für eine solche Technikerausbildung besuchen Sie eine Fachschule und legen eine staatliche Prüfung ab. Die Weiterbildung dauert in Vollzeit mindestens zwei Jahre.

Natürlich haben Sie in jedem Beruf auch die Möglichkeit, sich für spezielle Fachgebiete weiterzubilden. Die Möglichkeiten unterscheiden sich je nach Beruf. Was konkret für Ihren Beruf infrage kommt, erfahren Sie unter BERUFENET.

Wenn Sie zum Beispiel eine Weiterbildung zum Meister/in, Techniker/in, Fachkaufmann oder Fachkauffrau machen wollen, haben Sie eventuell einen Anspruch auf eine finanzielle Förderung: das „Meister-BAföG“. Ob eine solche Förderung für Sie infrage kommt, erfahren Sie auf www.meister-bafoeg.info.

  • Studieren Sie: Sie können nach der Ausbildung auch an einer Hochschule studieren. Dafür benötigen Sie in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung – also ein Zeugnis, mit dem Sie in Ihrem Herkunftsland studieren dürfen. Es gibt aber auch Ausnahmen: Mit einem deutschen Meistertitel beispielsweise können Sie an deutschen Hochschulen alle Fächer studieren. Haben Sie keinen Meistertitel, aber bereits einige Jahre Berufserfahrung, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Fächer studieren, die dem Fach Ihrer Ausbildung ähneln. Fragen Sie einfach bei der gewünschten Hochschule nach, welche Voraussetzungen Sie konkret erfüllen müssen.

Möchten Sie studieren aber gleichzeitig Ihrem Beruf nachgehen? Auch das ist in Deutschland möglich. Sie können entweder neben dem Beruf in Ihrer Freizeit, in Teilzeit oder an der Fernhochschule studieren. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Studieren in Deutschland finden Sie im Beitrag „Studium in Deutschland“.

Vollständiges Dossier "Ausbildung in Deutschland"

Download (PDF 1739 KB)

Informationen hier im Portal

Die duale Ausbildung kurz erklärt

Beste Jobaussichten auch ohne Studium

Informationen über die Zugangsvoraussetzungen

Lesen Sie, wie Sie die Sprache schnell beherrschen.

Informationen im Web

Bundeministerium für Bildung und Forschung

Aufstiegsstipendium für besonders talentierte beruflich Qualifizierte (Deutsch, Englisch)

Das BAföG erklärt (Deutsch, Englisch)

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung

Tipps zum Schreiben der Bewerbungsunterlagen (Deutsch, Englisch)

Bundesinstitut für Berufsbildung

Ausbildungsprofile zahlreicher Ausbildungsberufe (Deutsch, Englisch)

Jugendmigrationsdienste

Das Beratungsportal für Dein Leben in Deutschland (Deutsch, Türkisch)

Deutscher Akademischer Austausch Dienst

Fördermöglichkeiten für ein Studium (Deutsch, Englisch)