Das Akademische Auslandsamt stellt sich vor

Ein Akademisches Auslandsamt im Gespräch

„Wir sind für den Durchblick da“

Wer aus dem Ausland an eine deutsche Uni kommt, hat die Wahl zwischen zahlreichen Beratungsangeboten. Die Mitarbeiter der Akademischen Auslandsämter bzw. International Offices wissen, welche der vielen Adressen für welche Frage die richtige ist. Daniela Simut-Perent, Betreuerin für internationale Studierende im Akademischen Auslandsamt der Universität zu Köln, gibt Einblick in ihre Arbeit.

Bei welchen Fragen helfen Sie Studieninteressierten aus dem Ausland?

Häufig geht es um Fragen zum Visum, zur Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, zur Studienfinanzierung oder Wohnungssuche. Auch die Krankenversicherung ist ein Thema. Und natürlich die Deutschkenntnisse und die Vernetzung mit anderen Studierenden.

Wie sieht Ihre Unterstützung aus?

Wie sieht Ihre Unterstützung aus?

Wir erklären den Studierenden zu Semesterbeginn in Informationsveranstaltungen die organisatorischen Dinge. Ebenfalls verweisen wir in Bezug auf die fachlichen Fragen an die richtigen Beratungsstellen in den Fakultäten und Fachbereichen. Wir selbst beraten in unserer Sprechstunde zum Studienverlauf, zur Studienfinanzierung und weiteren individuellen Fragen. Zum Thema Aufenthaltserlaubnis erklären wir zum Beispiel, wie der von der Ausländerbehörde verlangte Finanzierungsnachweis aussehen kann: das kann ein Sperrkonto sein, auf das bereits im Heimatland ausreichend Geld eingezahlt wurde, ein Stipendienbescheid oder eine Verpflichtungserklärung durch eine in der Regel in Deutschland lebende Person. In Einzelfällen unterstützen wir die Studierenden vor ihrer Ankunft in Deutschland bei der Visumserteilung und kontaktieren die deutschen Vertretungen im Heimatland. Wir arbeiten außerdem eng mit anderen Einrichtungen zusammen: Die Ausländerbehörde der Stadt Köln hat als Ergebnis unserer Kooperation beispielsweise einen Studierendenservice eingerichtet, um besser auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe eingehen zu können.

Wie begleiten Sie die Studierenden, sobald sie sich eingelebt haben?

Wie begleiten Sie die Studierenden, sobald sie sich eingelebt haben?

Zunächst helfen wir den Studierenden vor allem dabei, das Studium gut zu organisieren. An den deutschen Hochschulen können Studierende vergleichsweise frei entscheiden, welche Kurse und Klausuren sie wann absolvieren. Deshalb haben wir hier an der Uni viele Beratungsstellen, die bei der Planung helfen. Fachliche Beratung gibt es an jeder Fakultät. Eine Kölner Besonderheit ist das Programm Studienstart International, mit dem internationale Studierende aus nicht EU-Ländern einen optimalen Start in das Studium bekommen sollen. Feste Bestandteile sind neben ersten Fachveranstaltungen vertiefende Deutschkurse, eine Lehrveranstaltung zur interkulturellen Sensibilisierung, eine Orientierungsreihe und ein Studienkompetenzkurs. Bei diesem Studieneinstiegsprogramm geht es um ganz konkrete Fragen: Was ist ein Seminar? Wie muss eine Hausarbeit aussehen?

Wer sorgt letztlich für den Durchblick bei all den Orientierungsangeboten?

Wir sind für den Durchblick da. Wir zeigen, wo die Studierenden die passende Unterstützung finden. In unserer Sprechstunde verweisen wir gezielt auf die Angebote. Beim Thema Sprache zeigen wir die vielfältigen Möglichkeiten an unserem Lehrbereich „Deutsch als Fremdsprache“. Wenn es um Fragen zum wissenschaftlichen Schreiben geht oder um Themen wie Prüfungsangst, weisen wir auf die Angebote der Fakultäten oder des Kölner Studentenwerks hin.

Und wenn es um Kontakte und Freizeit geht?

Und wenn es um Kontakte und Freizeit geht?

Neben den allgemeinen Freizeitangeboten an der Universität zu Köln gibt es spezielle Angebote für die internationalen Studierenden. Die von uns betreuten internationalen Hochschulgruppen beispielsweise, in denen sich Studierende bestimmter Länder oder Weltregionen zusammengeschlossen haben, bieten Informationsveranstaltungen, Lesungen und Musikabende an, bei denen ausländische Studierende von Kommilitonen aus dem eigenen Herkunftsland wertvolle Tipps erhalten und Kontakte knüpfen können. In Zusammenarbeit mit dem Kölner Studentenwerk organisieren sie beispielsweise Veranstaltungen wie die „Multi-Kulti-Küche“, das „Café Babylon“ für den Sprachaustausch oder das gemeinsame Fastenbrechen im Ramadan. Wir selbst bieten landeskundliche Exkursionen in Deutschland an und tragen mit unserem TANDEM-Programm für Sprachpartnerschaften zur Vernetzung von internationalen und deutschen Studenten bei.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Es macht mir Freude, dass ich die internationalen Studierenden unterstützen kann. Gerade am Anfang des Studiums ist es wichtig, die nötigen Informationen zu vermitteln und auch das Gefühl, dass man nicht allein gelassen wird. Wir freuen uns, wenn Studierende und unsere Alumni mit uns in Kontakt bleiben, uns über ihre Erfolge informieren oder sich in der Betreuung von „neuen“ internationalen Studierenden engagieren.

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Vollständiges Dossier "Studium in Deutschland"

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Informationen im Web

Deutscher Akademischer Austausch Dienst

Der DAAD hat eine Liste mit allen Akademischen Auslandsämtern an deutschen Hochschulen zusammengestellt (Deutsch, Englisch, Spanisch)

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