Zuwanderer leisten Wachstumsbeitrag

Wachstum ist die Grundvoraussetzung für das Wohlergehen einer Volkswirtschaft und der Bevölkerung. Eine Möglichkeit, das Wachstum einer Volkswirtschaft zu ermitteln, besteht in der Erfassung des Produktionspotenzials. Das Produktionspotenzial entspricht der Menge aller hergestellten Güter und Dienstleistungen und hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: der Anzahl der Personen, die die Güter und Dienstleistungen produzieren, der für die Produktion benötigten Zeit und dem Maß, wie produktiv die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die eingesetzten Maschinen sind. Erwerbsorientierte Zuwanderung wirkt sich über zwei Kanäle positiv auf das Produktionspotenzial aus: Einerseits erhöht sich durch Zuwanderung die Anzahl der Arbeitskräfte und es können mehr Güter und Dienstleistungen produziert werden. Andererseits ergeben fortlaufende Untersuchungen, dass Erwerbsmigrantinnen und -migranten durchschnittlich besser qualifiziert sind als inländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und demzufolge die Arbeitsproduktivität steigern. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat in einer Modellrechnung deutlich positive Wachstumseffekte von allgemeiner Migration auf das mittelfristige Produktionspotenzial für die nächsten Jahre geschätzt. Würden bei entsprechenden Schätzungen nur qualifizierte Zugewanderte berücksichtigt, fielen die Ergebnisse sogar noch positiver aus.