Auch Auszubildende aus Drittstaaten kommen nach Deutschland

Kennzeichnend für die deutsche Bildungslandschaft ist neben der Vielzahl der Hochschulen die duale Ausbildung. Im Jahr 2015 sind rund 4.254 internationale Auszubildende, die nicht aus der EU stammen, nach Deutschland eingereist, um hier eine betriebliche Aus- und Weiterbildung zu absolvieren. Rechnet man die Auszubildenden aus EU-Staaten hinzu, die aufgrund des Freizügigkeitsabkommens ohne Visum einreisen können, ist die Anzahl der internationalen Auszubildenden in Deutschland noch höher. In den nächsten Jahren dürfte die Anzahl der Auszubildenden aus Drittstaaten aufgrund des verbesserten deutschen Aufenthaltsrechts deutlich steigen: Seit 2015 können sie ein Visum beantragen, mit dem sie schon während des Anerkennungsverfahrens Qualifizierungen durchlaufen können, die sie auf die Ausbildung vorbereiten. Das ist eine erfreuliche Nachricht für die deutsche Wirtschaft, denn die Unternehmen stehen vor dem Problem, qualifizierte Fachkräfte sowie geeignete Bewerberinnen und Bewerber für ihre Ausbildungsplätze zu finden. Internationale Auszubildende können somit entscheidend zur Fachkräftesicherung beitragen.