Deutschlands Bevölkerung wächst durch Zuwanderung

Dass es sich in Deutschland gut leben und arbeiten lässt, hat sich herumgesprochen: Deutschland als Zuwanderungsland ist attraktiv wie nie. Seit 1950 gab es nur wenige Jahre, in denen in Deutschland mehr Menschen ab- als zugewandert sind. Die wichtigsten historischen Ereignisse lassen sich anhand der Grafik leicht ausmachen: Die deutsche Wiedervereinigung im Jahr 1990 legte einen Grundstein für hohe Zuzugsraten, die ihren höchsten Punkt im Jahr 1992 mit 1.502.198 Personen erreichte. Der positive Saldo in den darauffolgenden Jahren war auf eine gute konjunkturelle Lage und fortlaufende Stabilität auf dem Arbeitsmarkt zurückzuführen. Einzig die globale Rezession in den Jahren 2008 und 2009 konnte diese Entwicklung leicht dämpfen. In diesen beiden Jahren war der Saldo erstmals seit dem Jahr 1984 negativ. Aktuell zeigt sich, dass die Schere zwischen Zu- und Abwanderung immer größer wird. Der momentan hohe positive Wanderungssaldo von etwa 1,15 Mio. ausländischen Personen im Jahr 2015 ist zwar auch auf die hohe Flüchtlingsmigration zurückzuführen. Immer mehr Menschen kommen aber außerdem nach Deutschland, um sich hier beruflich weiterzuentwickeln.