Zugewanderte sind häufig jünger als die deutsche Bevölkerung

2015 lebten über 81 Millionen Menschen in Deutschland. Im Durchschnitt waren sie 44,7 Jahre alt. Angesichts der niedrigen Geburtenrate können die jüngeren Jahrgänge in Deutschland rein rechnerisch nicht die Generation ihrer Eltern ersetzen. Eine Lücke, die jedoch Zugewanderte gut schließen können, da sie häufig jünger sind als der Durchschnitt der deutschen Bevölkerung oder der schon vor Jahrzehnten zugewanderten Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter. 

Die meisten Ausländerinnen und Ausländer stammten 2015 aus der Türkei, Polen und Italien. Während Türkinnen und Türken sowie Italienerinnen und Italiener mit 43,2 und 43,3 Jahren etwas unter dem Altersschnitt der in Deutschland lebenden Bevölkerung lagen, waren Polinnen und Polen im Schnitt nur 37 Jahre alt. Knapp die Hälfte der über 740.000 polnischen Zugewanderten war zwischen 25 und 45 Jahre alt. 

Im Vergleich zu den europäischen Gruppen fällt auf, dass Zuwanderinnen und Zuwanderer aus Asien und Afrika mit einem Durchschnittsalter von 31,4 und 32,1 Jahren noch jünger sind. 2015 waren um die 80 Prozent von ihnen 45 Jahre und jünger. 

Die jungen Zugewanderten können dem deutschen Arbeitsmarkt noch lange zur Verfügung stehen, den Fachkräftemangel mildern und zu Wohlstand und wirtschaftlichem Erfolg beitragen. Voraussetzung hierfür sind die geeigneten Qualifikationen.