Familiennachzug nach Deutschland

Freuen Sie sich auf eine gemeinsame Zeit mit Ihrer Lebenspartnerin oder Ihrem Lebenspartner und Ihren Kindern in Deutschland. Zwar gelten einige Voraussetzungen, um mit Ihrer Familie in Deutschland zu leben. Aber diese werden Sie als internationale Fachkraft sicherlich erfüllen.

Ehegattennachzug zu EU-Bürger

EU-Bürger

Sie sind EU-Bürgerin oder EU-Bürger, leben und arbeiten in Deutschland und möchten Ihren Ehegatten nach Deutschland holen? Als EU-Bürgerin oder EU-Bürger mit einem Freizügigkeitsrecht, können Ihr Ehepartner oder Ihre Ehepartnerin sowie Ihre Kinder ebenso in Deutschland leben und arbeiten. Ob ihre Familienangehörigen eine spezielle Aufenthaltserlaubnis benötigen, hängt von ihrer Staatsangehörigkeit ab.

Nachziehender Partner ist Staatsangehöriger eines Mitgliedsstaats der EU, EWR

Ist Ihr Ehegatte selbst Staatsangehöriger eines EU- oder EWR-Landes, dann ist der Zuzug nach Deutschland ganz einfach. Ihr Ehepartner oder Ihre Ehepartnerin kann ohne Einschränkungen in Deutschland leben und arbeiten. Eine spezielle Aufenthaltserlaubnis muss nicht beantragt werden.

Nachziehender Ehegatte ist Staatsangehöriger eines Staates außerhalb der EU

Wenn Sie EU-/EWR-Bürgerin oder EU-/EWR-Bürger sind und Ihr Lebenspartner oder Ihre Lebenspartnerin aus einem Nicht-EU-Staat kommt, benötigt er oder sie für die Einreise nach Deutschland ein Visum zum Zwecke des Ehegattennachzugs. Hat der nachziehende Lebenspartner bereits einen Aufenthaltstitel aus einem anderen EU-Staat, kann er oder sie visumfrei nach Deutschland (§ 2 Abs. 4 FreizügG/EU) einreisen.

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Staatsangehörige Australiens, Brasiliens, El Salvadors, Israels, Japans, Kanadas, Neuseelands, Südkoreas und der Vereinigten Staaten von Amerika, die zum Zweck des Familiennachzugs nach Deutschland kommen, können die erforderliche Aufenthaltserlaubnis auch nach der Einreise einholen.

Wie Sie Ihren Ehegatten nach Deutschland holen

Braucht Ihr Ehegatte ein Visum für die Einreise nach Deutschland, muss er oder sie das Visum bei der deutschen Botschaft oder beim deutschen Konsulat beantragen. Eine Auflistung aller Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland finden Sie auf der Weltkarte „Ansprechpartner vor Ort“.

Für die Beantragung eines Visums zum Zweck des Familiennachzugs müssen in der Regel der Reisepass sowie die Nachweise der Eheschließung oder der Verpartnerung erbracht werden. Fragen Sie die für Sie zuständige deutsche Botschaft, welche weiteren Unterlagen vorgelegt werden müssen.

Da die Bearbeitung einige Zeit dauern kann, machen Sie sich bitte rechtzeitig mit den für den Antrag notwendigen Unterlagen vertraut und stellen Sie frühzeitig den Antrag. Nach der Einreise muss der zugezogene Ehegatte zuerst seinen Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt anmelden und danach die Aufenthaltserlaubnis für den Ehegattennachzug persönlich beantragen. Mit der Erteilung des Aufenthaltstitels erhält der zugezogene Ehegatte oder die zugezogene Ehegattin sofort das uneingeschränkte Recht, einer Erwerbstätigkeit in Deutschland nachzugehen.

Ehegattennachzug zu Nicht-EU-Bürger

Bürger aus Drittstaaten

Staatsangehörige aus Ländern außerhalb der EU / EWR können zusammen mit ihren Familienangehörigen nach Deutschland ziehen. Welche Bestimmungen gelten, hängt von der Staatsangehörigkeit der nachziehenden Familienangehörigen ab.

Nachziehender Partner ist Staatsangehöriger eines Mitgliedsstaats der EU, EWR

Wenn Sie aus einem Staat außerhalb der EU / EWR kommen und Ihr nachziehender Ehepartner selbst Staatsangehöriger eines EU-, EWR-Landes ist, genießt er oder sie das Freizügigkeitsrecht. Das heißt, der nachziehende Familienangehörige kann ohne Einschränkungen in Deutschland leben und arbeiten. Für die Einreise benötigt er oder sie lediglich einen Personalausweis.

Nachziehender Partner ist Staatsangehöriger eines Staates außerhalb der EU

Auch wenn Ihr Lebenspartner oder Ihre Lebenspartnerin aus einem Drittstaat kommt, können Sie sich auf eine gemeinsame Zukunft in Deutschland freuen. Für den Ehegattennachzug müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Aufenthaltstitel: Sie haben als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer eine Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis oder eine „Blaue Karte EU” für Deutschland.
  • Wohnraum: Sie haben erfolgreich eine Wohnung in Deutschland gemietet, die ausreichend Platz für Ihre Familie bietet. Tipps zur Wohnungssuche finden Sie im Ratgeber Leben in Deutschland / Wohnen.
  • Krankenversicherung & Geld: Sie verfügen über einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz und finanzielle Mittel, um für Ihre Familie zu sorgen.
  • Volljährigkeit: Ihr Ehepartner ist volljährig, also mindestens 18 Jahre alt.
  • Einfache Deutschkenntnisse: Ihre Lebenspartnerin oder Ihr Lebenspartner muss in der Regel einfache Deutschkenntnisse haben. Damit soll sichergestellt werden, dass er oder sie sich in Deutschland von Anfang an auf Deutsch verständigen kann. Mit einfachen Deutschkenntnissen sollten Sie zum Beispiel nach dem Weg fragen, einkaufen und sich vorstellen können.

Allerdings gibt es eine Reihe von Ausnahmen. Ihre Lebenspartnerin oder Ihr Lebenspartner benötigt keine Deutschkenntnisse für ein Visum beziehungsweise eine Aufenthaltserlaubnis, wenn:

  • Sie selbst Inhaber einer Blauen Karte EU sind.
  • Sie selbst in Deutschland als Hochqualifizierte bzw. Hochqualifizierter oder Forscherin bzw. Forscher arbeiten.
  • Ihre Lebenspartnerin oder Ihr Lebenspartner einen Hochschulabschluss hat.
  • Sie (oder Ihr Ehegatte) Staatsangehöriger Australiens, Israels, Japans, Kanadas, der Republik Korea, Neuseelands oder der Vereinigten Staaten von Amerika sind (ist).

Ihre Familie wird sich in Deutschland aber bestimmt am wohlsten fühlen, wenn alle etwas Deutsch sprechen. Wie dies gelingen kann, erklären wir Ihnen in der Rubrik "die deutsche Sprache“.

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Auch eingetragene Lebenspartner können von der Möglichkeit des Familiennachzugs Gebrauch machen, wenn sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen (§ 27 Abs. 2 AufenthG).

Wie Sie Ihren Ehegatten nach Deutschland holen

Braucht Ihr Ehegatte ein Visum für die Einreise nach Deutschland, muss er oder sie das Visum bei  der deutschen Botschaft oder beim deutschen Konsulat beantragen. Eine Auflistung aller Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland finden Sie auf der Weltkarte „Ansprechpartner vor Ort“ .

Für die Beantragung eines Visums zum Zweck des Familiennachzugs müssen in der Regel der Reisepass sowie die Nachweise der Eheschließung oder der Verpartnerung erbracht werden. Fragen Sie die deutsche Botschaft vor Ort, welche weiteren Unterlagen vorgelegt werden müssen. Da die Bearbeitung einige Zeit dauern kann, machen Sie sich bitte rechtzeitig mit den für den Antrag notwendigen Unterlagen vertraut und stellen Sie frühzeitig den Antrag.

Wenn Ihre Familie in Deutschland angekommen ist, melden Sie Ihre Familienmitglieder beim Einwohnermeldeamt. Bei der zuständigen Ausländerbehörde muss innerhalb von drei Monaten die Aufenthaltserlaubnis beantragt werden. Dafür müssen Sie die Pässe, Geburts- und Heiratsurkunden, Gehalts- oder Steuerbescheinigungen sowie Mietnachweise zusammenstellen und möglicherweise weitere Dokumente, je nach Ihrer speziellen familiären Situation.

Mit der Erteilung des Aufenthaltstitels erhält der zugezogene Lebenspartner oder Lebenspartnerin sofort das uneingeschränkte Recht, einer Erwerbstätigkeit in Deutschland nachzugehen.

Kindernachzug

Wie Sie Ihre Familie nach Deutschland holen

Natürlich können Sie auch Ihre Kinder nach Deutschland mitbringen. Denn: Wenn Sie und Ihr Ehepartner ein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben, erhalten Ihre minderjährigen Kinder ebenfalls eine Aufenthaltserlaubnis beziehungsweise ein Freizügigkeits- und Niederlassungsrecht.

Mit Kindern nach Deutschland

Haben die Kinder die Staatsbürgerschaft eines EU- / EWR-Landes, können sie ohne Visum nach Deutschland einreisen und hier uneingeschränkt leben und arbeiten.
Sind die Kinder Staatsangehörige eines Staates außerhalb der EU / EWR, benötigen diese in der Regel ein Visum für Deutschland. Wenn Sie und Ihr Ehepartner eine gültige Aufenthaltserlaubnis für Deutschland haben, bekommen Ihre Kinder im Alter bis zu 16 Jahren ebenfalls eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Kindernachzuges (§32 AufenthG).

Sie können auch als Alleinerziehende oder Alleinerziehender ein Visum für Ihr Kind beantragen, hierfür brauchen Sie aber das Einverständnis des zweiten sorgeberechtigten Elternteils:
Für das Visum zum Kindernachzug müssen außerdem folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Das Kind darf nicht verheiratet, geschieden oder verwitwet sein;
  • Das Kind darf nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben.
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Für Kinder über 16 Jahren gelten spezielle Anforderungen. Diese erfahren Sie bei der zuständigen deutschen Botschaft. Wenn Ihr Kind das 18. Lebensjahr vollendet hat, muss es in der Regel einen eigenständigen Aufenthaltstitel beantragen.

Geburt eines Kindes in Deutschland

Ihr Kind ist in Deutschland geboren? Wenn Sie zum Zeitpunkt der Geburt einen gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland haben, dann erhält Ihr Kind ebenfalls eine Aufenthaltserlaubnis gemäß §33 AufenthG  nach der Geburt.

Die deutsche Staatsangehörigkeit erhält das Kind automatisch, wenn mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit hat. Denn in Deutschland gilt grundsätzlich das Abstammungsprinzip. In besonderen Fällen können die Kinder neben der Staatsbürgerschaft ihrer Eltern auch die deutsche Staatsbürgerschaft bei der Geburt bekommen. Welche Bestimmungen hierfür gelten, lesen Sie in der Rubrik „Dauerhaft in Deutschland leben“.

Elternzeit

Elternzeit

Was ist Elternzeit?

Sie möchten nach der Geburt Ihres Kindes möglichst viel Zeit mit Ihrer Familie verbringen und Ihre berufliche Tätigkeit dafür unterbrechen oder etwas weniger arbeiten? Das ist in Deutschland kein Problem. Nach der Geburt eines Kindes haben Mütter und Väter das Recht, sich eine Auszeit von ihrer Arbeit zu nehmen, die sogenannte „Elternzeit“. Dann können Sie sich ganz um die Familie kümmern. Während dieser Zeit darf der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nur in besonderen Ausnahmefällen (z.B. Insolvenz, Stilllegung des Betriebes, Pflichtverletzung) kündigen. Nach der Elternzeit haben Mütter und Väter das Recht, zu der Arbeitszeit zurückzukehren, die im Arbeitsvertrag vor Beginn der Elternzeit galt. Wenn Sie Elternzeit beantragen wollen, helfen Ihnen die sogenannten Elterngeldstellen weiter. Die Adressen finden Sie auf der deutschsprachigen Website www.familien-wegweiser.de

Wer hat Anspruch auf Elternzeit?

Mütter und Väter können in Deutschland Elternzeit beantragen, wenn sie abhängig beschäftigt sind; also Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer sind und einen deutschen Arbeitsvertrag haben. Das gilt bei befristeten Verträgen, bei Teilzeitverträgen, bei geringfügiger Beschäftigung und auch für Auszubildende in einem Unternehmen. Nach der Rückkehr in den Betrieb geht die Ausbildung dann wie geplant weiter. Vor Beginn der Elternzeit sollte die oder der Auszubildende jedoch bei der zuständigen Kammer oder Kultusbehörde erfragen, wie der Wiedereinstieg nach der Elternzeit geregelt ist. 
Der Anspruch auf die sogenannte „Elternzeit“ besteht bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes.  Keinen Anspruch auf Elternzeit haben Studierende, Schülerinnen und Schüler, Praktikantinnen und Praktikanten, Selbstständige oder Erwerbslose.

Wenn beide Elternteile eines Kindes berufstätig sind, können sie die Elternzeit abwechselnd oder gleichzeitig nehmen. Wichtig ist aber: Elternzeit gibt es nur für berufstätige Mütter und Väter, die auch mit dem Kind in einem Haushalt leben und ihr Kind überwiegend selbst betreuen.

Wie lange dauert die Elternzeit?

Über die Dauer Ihrer Elternzeit können Sie selbst entscheiden. In den meisten Fällen wird die Elternzeit mit der Geburt des Kindes (z.B. Elternzeit des Vaters) beziehungsweise im Anschluss an die Mutterschutzfrist (Elternzeit der Mutter) beginnen. Sie haben auf jeden Fall einen Anspruch auf Elternzeit bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres Ihres Kindes. Zudem haben Sie die Möglichkeit, einen Anteil der Elternzeit von bis zu 12 Monaten auf die Zeit bis zur Vollendung des 8. Lebensjahres zu übertragen. Eine solche Übertragung ist allerdings nur mit Zustimmung des Arbeitgebers möglich. Ein Anspruch darauf, Elternzeit zu übertragen, besteht nicht.

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Während der Elternzeit können Sie im Einvernehmen mit Ihrem Arbeitgeber bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten. Unter bestimmten Voraussetzungen haben Sie sogar einen Rechtsanspruch darauf.

Die Elternzeit ist sieben Wochen vor deren (geplanten) Beginn schriftlich beim Arbeitgeber anzumelden. Dabei geben Sie verbindlich an, für welche Zeiträume innerhalb von zwei Jahren Sie die Elternzeit nehmen möchten (so genannter Zweijahreszeitraum). Die nach Ablauf dieses Zweijahreszeitraums noch verbleibende Elternzeit kann dann erneut schriftlich beim Arbeitgeber angemeldet werden. Die Frist zur Anmeldung endet sieben Wochen vor Ablauf des Zweijahreszeitraums. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen eine schriftliche Bestätigung über die Dauer der Elternzeit auszustellen.

Elterngeld

Elterngeld

Nach der Geburt eines Kindes bekommen Eltern in Deutschland eine besondere finanzielle Unterstützung: das Elterngeld. Das Geld hilft jungen Familien, wenn die Eltern in den ersten Monaten nach der Geburt gar nicht oder weniger arbeiten.

Wie lange wird Elterngeld gezahlt?

Das Elterngeld kann ab dem Tag der Geburt innerhalb der ersten 14 Lebensmonate des Kindes gezahlt werden. Gemeinsam haben beide Eltern einen Anspruch auf 12 Monatsbeträge Elterngeld. Zwei weitere Monatsbeträge kommen hinzu, wenn beide Eltern das Elterngeld nutzen und zumindest ein Elternteil für mindestens zwei Monate ein gemindertes Einkommen hat. Alleinerziehende können bei vermindertem oder weggefallenem Einkommen die 14 Monatsbeträge allein erhalten. Die Eltern können sich die zwölf bzw. 14 Monatsbeträge frei untereinander aufteilen. Dabei kann ein Elternteil mindestens zwei und höchstens zwölf Monatsbeträge erhalten.

Die Eltern können das Elterngeld gleichzeitig oder nacheinander beziehen. Teilen sich die Eltern das Elterngeld beispielsweise hälftig auf, kann jeder von ihnen höchstens sieben – zusammen höchstens 14 – Monatsbeträge erhalten.

Bekommen auch Familien internationaler Fachkräfte Elterngeld?

Bürgerinnen und Bürger aus Ländern der Europäischen Union, aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz können Elterngeld erhalten, wenn sie in Deutschland wohnen und arbeiten. Auch wenn Sie Staatsbürger eines anderen Landes sind, können Sie ein Anrecht auf Elterngeld haben. Dazu ist ein sogenannter Aufenthaltstitel nötig, der Ihnen das Recht gibt, in Deutschland zu arbeiten. Das gilt, wenn Sie eine Niederlassungserlaubnis haben oder eine Aufenthaltserlaubnis besitzen und auch zur Erwerbstätigkeit in Deutschland berechtigt sind oder waren, zum Beispiel eine Blaue Karte EU.

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen für den Erhalt des Elterngeldes in deutscher Sprache bietet der Familien-Wegweiser des Bundesfamilienministeriums.

Wie hoch ist das Elterngeld?

Wie viel Elterngeld Sie erhalten, hängt von Ihrem monatlichen Nettoeinkommen vor der Geburt Ihres Kindes ab. Es beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro pro Monat. Familien mit mehreren kleinen Kindern, Eltern mit einer Mehrlingsgeburt, z. B. Zwillingen oder Drillingen sowie Geringverdienende mit Einkommen unter 1.000 Euro erhalten Zuschläge. Mit welcher Summe Sie in etwa rechnen können, zeigt der Online-Elterngeldrechner auf der deutsch-sprachigen Website.

Wie und wo beantrage ich das Elterngeld?

Das Elterngeld wird schriftlich beantragt. Den Antrag reichen Sie bei der für Sie zuständigen Elterngeldstelle ein. Das für Sie geltende Antragsformular können Sie auf www.familien-wegweiser.de herunterladen.

Es ist nicht nötig, den Antrag sofort nach der Geburt Ihres Kindes zu stellen. Bitte beachten Sie aber: Rückwirkend wird das Elterngeld höchstens für die letzten drei Monate vor Antragstellung gezahlt. Sie sollten also nicht zu lange warten.

Die zuständige Elterngeldstelle kann Ihnen mit einer ausführlichen Beratung weiterhelfen. Die Adressen finden Sie auf www.familien-wegweiser.de

Kinderbetreuung

Kinderkrippe: Für Kinder von 0 bis 3 Jahren

In Deutschlands Kinderkrippen können Ihre Kinder im Alter zwischen 0 und 3 Jahren mit Gleichaltrigen spielen. Dabei werden Sie von ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern betreut. Spielerisch begleiten die Fachkräfte Ihre Kinder bei den ersten Lernschritten. Auch altersgerechte Mahlzeiten, Schlafpausen und das Spielen im Freien stehen auf dem Programm. Wann Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn morgens bringen und später wieder abholen, können Sie meistens flexibel vereinbaren. Angeboten werden Kinderkrippen von privaten, öffentlichen oder kirchlichen Trägern. Die Preise variieren stark und hängen teilweise vom Einkommen der Eltern ab. Die Verfügbarkeit von Plätzen hängt stark von der Region in Deutschland ab.

Kindergarten: Für Kinder von 3 bis 6 Jahren

Kindergarten – das haben Sie vielleicht schon einmal gehört, denn: Das deutsche Wort wird auch in der englischen Sprache verwendet. In Deutschland kümmern sich Kindergärten um Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren. Neben jeder Menge Spielen und Austoben möchten die Kindergärten immer mehr auch die Neugierde der Jüngsten befriedigen. Daher lernen die Kinder zum Beispiel mit kleinen Experimenten und spielerischem Unterricht etwas über Natur und Technik oder sie schulen ihr Denken sowie ihr Sprachvermögen.  In Deutschland existieren auch bilinguale Kindergärten, die meisten bieten Englisch als zweite Sprache an, gefolgt von Französisch und Dänisch.  Der Kindergarten beginnt in der Regel morgens und endet – je nach Kindergarten und Ihrer eigenen Entscheidung – mittags oder nachmittags. Angeboten werden Kindergärten von Städten sowie von Kirchen, Vereinen oder anderen privaten Trägern. Wie bei den Kinderkrippen variieren die Preise stark. Manche Kindergärten verlangen gar keine Gebühren, andere kosten – je nach Einkommen und Region mehrere hundert Euro pro Jahr.

Tageseltern: Für Kinder in jedem Alter

Tageseltern betreuen Ihr Kind bei sich zuhause, während Sie arbeiten gehen. Meistens kümmern sich diese Tageseltern nicht nur um Ihr Kind, sondern noch um weitere Kinder. Kontakt zu Gleichaltrigen ist also garantiert. Neben den Tageseltern gibt es in Deutschland Kinderfrauen (Nanny). Im Unterschied zu Tageseltern kommen die Kinderfrauen zu Ihnen nach Hause, um Ihre Kinder zu betreuen. Tageseltern oder Kinderfrauen müssen zwar nicht ausgebildete Erzieherinnen oder Erzieher sein. Sie müssen sich aber vom Jugendamt für die Betreuung qualifizieren lassen und haben in den allermeisten Fällen viel Erfahrung mit Kindern. Für Tageseltern können Sie im Schnitt mit monatlichen Kosten von 300 bis 600 Euro für 20 Stunden pro Woche rechnen.

Wie Sie die passende Betreuung finden

Schritt 1 – Suche: Beginnen Sie im Internet: Die Websites der Stadt- und Gemeindeverwaltungen bieten meistens einen guten Überblick. Außerdem gibt es Internetportale von und für Familien. Dort können Sie nach Angeboten vor Ort suchen und mit anderen Eltern Tipps austauschen.

Schritt 2 – Auswahl: Besuchen Sie die verschiedenen Einrichtungen. Neben einem persönlichen Gespräch mit den Pädagogen, Tageseltern oder Kinderfrauen gibt es häufig auch erste Kennenlern- oder Eingewöhnungsphasen für Kinder. Oder Sie fragen Ihre neuen Nachbarn, Bekannten oder Kollegen, ob sie Ihnen eine Einrichtung besonders empfehlen können.

Schritt 3 – Anmeldung: Haben Sie eine passende Einrichtung gefunden, können Sie Ihr Kind dort anmelden. Für viele Kinderkrippen und Kindergärten gibt es allerdings Anmeldefristen und Wartezeiten. Am besten kontaktieren Sie daher möglichst früh gleich mehrere Anbieter und tragen sich in die Warteliste ein.

Schulsystem & Schulpflicht

Deutschlands Schulsystem

Sind Ihre Kinder älter als sechs Jahre, müssen sie zur Schule gehen, denn in Deutschland gilt die Schulpflicht. Die große Mehrheit der Schulen in Deutschland wird vom Staat betrieben. Ihre Kinder können diese Schulen daher kostenlos besuchen. Daneben stehen Ihnen natürlich private und internationale Schulen offen. Für die fallen allerdings Gebühren an.

Verantwortlich für die Schulpolitik sind die einzelnen Bundesländer. Je nach Region, in die Sie mit Ihrer Familie ziehen, werden Sie daher etwas unterschiedliche Schulsysteme vorfinden. Zum Beispiel lernen Kinder in den einzelnen Bundesländern nicht immer das gleiche und benutzen zum Teil auch andere Schulbücher. Zudem gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Schultypen. Eine grobe Einteilung der Schulen gilt jedoch in ganz Deutschland:

Grundschule: Die Schulzeit beginnt in der Regel für 6-Jährige in der Grundschule. Die besuchen die Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse. Nur in Berlin und Brandenburg endet die Grundschule erst nach der sechsten Klasse. Je nachdem wie gut Ihre Kinder in der Grundschule sind, können Sie anschließend gemeinsam mit den Lehrern und Lehrerinnen entscheiden, welchen Schultyp Ihr Kind ab der fünften Klasse besucht. Am meisten verbreitet ist die folgende Aufteilung bei den weiterführenden Schulen:

  • Hauptschule (Klasse 5-9/10)
  • Realschule (Klasse 5-10)
  • Gesamtschule (Klasse 5-12/13)
  • Gymnasium (Klasse 5-12/13)

Haupt- und Realschule: Jugendliche, die erfolgreich die Haupt- oder Realschule durchlaufen haben, können anschließend eine Berufsausbildung machen oder auf ein Gymnasium oder Gesamtschule wechseln.
Gesamtschule: Bietet eine Alternative zum dreigliedrigen Schulsystem (Haupt-, Realschule und Gymnasium).
Gymnasium: Hier können Schülerinnen und Schüler am Ende der zwölften oder dreizehnten Klasse durch eine erfolgreich bestandene Prüfung ihr Abitur oder ihr Fachabitur erhalten. Diese Qualifikation berechtigt sie dazu, anschließend an einer Hochschule oder Fachhochschule zu studieren. Aber auch Absolventinnen und Absolventen von Gymnasien können den direkten Einstieg in die Praxis über eine Berufsausbildung wählen.

Eine Übersicht des deutschen Bildungssystems

Einschulung neuzugewanderter Schulkinder und Jugendliche

Sind Ihre Kinder bei der Einreise nach Deutschland bereits im Schulalter? Sie fragen sich bestimmt, wie ihre Einschulung gestaltet wird? Darüber entscheidet die jeweilige Schulleitung in Absprache mit der zuständigen Schulbehörde. In der Regel werden die neuzugewanderten Schulkinder, die aufgrund ihrer Sprachkenntnisse noch nicht in der Lage sind, durchgehend am Schulunterricht teilzunehmen ein Probeunterricht angeboten. Ziel ist es, sie so schnell wie möglich in den regulären Schulunterricht zu integrieren.

Woran Sie eine gute Schule erkennen 

In Kinderkrippen können Ihre Kinder im Alter zwischen 0 und 3 Jahren mit Gleichaltrigen spielen. Dabei werden Sie von ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern betreut. Spielerisch begleiten die Fachkräfte Ihre Kinder bei den ersten Lernschritten. Auch altersgerechte Mahlzeiten, Schlafpausen und das Spielen im Freien stehen auf dem Programm. Wann Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn morgens bringen und später wieder abholen, können Sie meistens flexibel vereinbaren. Angeboten werden Kinderkrippen von privaten, öffentlichen oder kirchlichen Trägern. Die Preise variieren stark und hängen teilweise vom Einkommen der Eltern ab. Die Verfügbarkeit von Plätzen hängt stark von der Region in Deutschland ab.

Informationen hier im Portal

Persönliche Beratung auf Deutsch oder Englisch

So finden Sie ein neues Zuhause

Lesen Sie, wie Sie die Sprache schnell beherrschen

Suchen Sie Ansprechpartner in Ihrem Land

Lesen Sie weitere Informationen zur doppelten Staatsbürgerschaft

Schulen und Kinderbetreuung

Hier kümmert man sich um Ihre Jüngsten

Keine Angst vor Kriminalität und Katastrophen

Lesen Sie, wo Sie Hilfe bekommen

Fahrradtour oder Fußballkick – Tipps für Ihre Freizeit

Weiterführende Informationen zum Visumsprozess

Informationen im Web

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Wie Sie Ihre Familie nach Deutschland holen (Deutsch, Englisch)

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Lesen mehr über den Familiennachzug zu Deutschen (Deutsch)

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Familien-Wegweiser für neu zugewanderte Familien in Deutschland (Deutsch)

Goethe-Institut

Informationen zu Sprachkursen für den Ehegattennachzug (u. a. Deutsch, Englisch, Chinesisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Türkisch)

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Informationen zur Kinderbetreuung und den Rechten von Kindern und Jugendlichen (Deutsch)

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Das deutsche Schulsystem kurz erklärt (Deutsch, Englisch, Russisch, Türkisch)

So fördert Deutschland Kleinkinder (Deutsch, Englisch, Russisch, Türkisch)

Deutscher Bildungsserver

Informationen zur Kindertagesbetreuung in Deutschland (Deutsch, Englisch)

Familien-Wegweiser.de

Suche nach Kinderbetreuungsangeboten(Deutsch)

Association of German International Schools

Zusammenschluss von internationalen Schulen in Deutschland (Englisch)

Schulweb.de – Serviceplattform von Bund und Ländern

Portal für die Suche nach Schulen(Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch)

PrivatschulBeratung

Suche nach Privatschulen und Internaten(Deutsch)