In 5 Schritten zum Studieren in Deutschland

Einleben

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Sie haben eine Wohnung oder ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft gefunden und sich für die ersten Vorlesungen angemeldet – dann geht jetzt der Studienalltag los. Wie Sie schnell Freunde finden und vielleicht durch einen Job Geld dazu verdienen, erklären wir Ihnen hier.

Studentenjobs und Praktika

Viele Studierende in Deutschland jobben in ihrer Freizeit. Sie arbeiten beispielsweise als wissenschaftliche Hilfskraft (Hiwi) an Hochschulen, in Forschungsinstituten, in der Bibliothek, aber auch als Kellner oder Babysitter. Auch Studierende aus dem Ausland können in Deutschland neben dem Studium arbeiten. Studierende aus der Europäischen Union, aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz dürfen wie deutsche Studierende bis 20 Stunden pro Woche in den Vorlesungszeiten arbeiten. In den Semesterferien können sie uneingeschränkt Geld verdienen. Wer aus einem anderen Land außerhalb der EU kommt, kann 120 volle oder 240 halbe Tage im Jahr ohne Zustimmung der zuständigen Behörde, der Bundesagentur für Arbeit, jobben. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Deutschen Studentenwerks.

Jean-Marc von der Elfenbeinküste:
Ich studiere seit einigen Semestern in Deutschland und arbeite nebenbei als Werkstudent in einem Unternehmen. Als ausländischer Student muss ich alle zwei Jahre meine Lebensunterhaltssicherung nachweisen, um meinen Aufenthaltstitel in Deutschland zu verlängern. Bislang hat mein älterer Bruder in Deutschland für mich gebürgt. Nachdem er das Land verlassen hatte, stand ich allerdings alleine da. Wie sollte ich meinen Aufenthaltstitel nun verlängern?
Mein Tipp: Durch meinen Studentenjob mit einem monatlichen Lohn von 700 Euro und einem gültigen Arbeitsvertrag kann ich auch für mich selbst bürgen. Erst meine Sachbearbeiterin bei der Ausländerbehörde hat mich auf diese wichtige Information aufmerksam gemacht und so meinen Aufenthalt in Deutschland gesichert. Der Arbeitsvertrag muss nicht unbedingt unbefristet sein. Jedoch muss er während des gesamten Zeitraums des Aufenthaltstitels gültig sein.


Auch ein Praktikum steht internationalen Studierenden offen. Dabei lernen Sie die Arbeitswelt in Deutschland kennen und erwerben Wissen und Netzwerke, die Ihnen später bei der Jobsuche helfen können. Wenn Sie im Rahmen Ihres Studiums ein Pflichtpraktikum machen müssen, sollten Sie sich rechtzeitig von erfahrenen Studierenden, Dozenten oder Ihrer Fachschaft beraten lassen. Dort können Sie Tipps bekommen, wie Sie ein Praktikum finden und welche Praktika für Ihren Fachbereich sinnvoll sind. Weitere Informationen hat der DAAD für Sie zusammengestellt.

Freunde finden

An deutschen Hochschulen gibt es eine Menge an Möglichkeiten, schnell Freunde zu finden. Internationale Studierendengruppen beispielsweise organisieren Willkommenspartys, Ausflüge und Stammtische. Zudem haben viele Hochschulen zahlreiche Sportangebote. Was Ihre Hochschule so alles bietet, erfahren Sie zum Beispiel im Büro von Studierendenvertretungen und des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). Viele weitere Tipps zu Freizeitmöglichkeiten finden Sie auch auf der Website study-in.de.

Religion

Sind Sie religiös und möchten Ihre Religion auch in Deutschland ausüben? Seien Sie unbesorgt. In Deutschland sichert das Grundgesetz die freie Ausübung der Religion zu. In vielen Hochschulorten gibt es religiöse Studierendengruppen. Sie organisieren beispielsweise auf eigene Initiative hin Treffen, bei denen sich Gläubige zum gemeinsamen Gebet oder zur gemeinsamen Religionsausübung sowie zu interreligiösen Dialogveranstaltungen treffen können. Mehr über die Glaubensfreiheit in Deutschland erfahren Sie auf „Make it in Germany“ in der Rubrik „Deutschland im Porträt“.

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Vollständiges Dossier "Studium in Deutschland"

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„Make it in Germany“ live Q&A session am 26. April von 13:00 – 15:00 Uhr MEZ

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