Arbeiten und Gehalt

Kommen auch Sie: Ansprechende Arbeitszeiten und gute Verdienste sind in Deutschland üblich.

Brutto ist nicht gleich netto

Wenn Sie in Deutschland einen Arbeitsvertag abschließen und sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, wird in Ihrem Vertrag Ihr Bruttogehalt genannt. Brutto ist jedoch nicht gleich netto. Das heißt, dass Sie weniger ausgezahlt bekommen als in Ihrem Arbeitsvertrag angegeben ist.

Ein Beispiel: 2016 lag das durchschnittliche Bruttogehalt über alle Gehaltsstufen hinweg für Männer bei knapp 4.483 Euro pro Monat. Frauen, die häufiger in Teilzeit und in geringbezahlten Serviceberufen arbeiten, verdienten im Schnitt gut 3.613 Euro pro Monat. Bei sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ziehen Arbeitgeber von diesem Bruttogehalt automatisch die Lohnsteuer, den sogenannten Solidaritätszuschlag und die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ab. Der Vorteil ist, dass Sie durch Ihre Einzahlung in die Sozialversicherung auch im Falle von Arbeitslosigkeit oder einer Erkrankung, im Pflegefall und im Alter finanziell abgesichert sind. Die Arbeitgeber übernehmen sogar einen Teil der Kosten. Je nach Einkommen, Bundesland, Steuerklasse, Krankenkasse und Familienstand können die Abzüge variieren. 2016 erhielten eine unverheiratete Frau bzw. ein unverheirateter Mann mit der Steuerklasse I in den westdeutschen Bundesländern im Durchschnitt 2.225 Euro bzw. 2.652 Euro netto.