Zugewanderte leben überwiegend vom eigenen Einkommen

Das Argument, dass Migrantinnen und Migranten hauptsächlich nach Deutschland kommen, um von dem attraktiven Sozialsystem zu profitieren, ist unter Zuwanderungskritikern weit verbreitet. So vermuten diese, dass Zugewanderte, die in Deutschland leben, ihren Lebensunterhalt mehrheitlich durch den Staat finanzieren lassen. Dieses Argument lässt sich statistisch jedoch nicht bestätigen. Tatsächlich finanzierten Personen mit eigener Migrationserfahrung 2016 ihren Lebensunterhalt mehrheitlich aus ihrer Erwerbstätigkeit (49 Prozent). Leistungen nach dem Arbeitslosengeld bildeten für nur etwa neun Prozent der Haushalte die Haupteinnahmequelle. Damit unterschieden sich die Einkommensquellen der Migrantinnen und Migranten nicht erheblich von der gesamten Bevölkerung: Hier bestritten 45 Prozent ihren Lebensunterhalt durch eine Berufstätigkeit und etwa vier Prozent durch Leistungen nach Arbeitslosengeld.