Zugewanderte sind häufig jünger als die deutsche Bevölkerung

2016 lebten über 82 Millionen Menschen in Deutschland. Im Durchschnitt waren sie 44,3 Jahre alt. Angesichts der niedrigen Geburtenrate können die jüngeren Jahrgänge in Deutschland rein rechnerisch nicht die Generation ihrer Eltern ersetzen. Eine Lücke, die jedoch Zugewanderte gut schließen können, da sie häufig jünger sind als der Durchschnitt der deutschen Bevölkerung oder der schon vor Jahrzehnten zugewanderten Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter. 
Die meisten Personen mit Migrationshintergrund stammten 2016 aus der Türkei, Polen und Russland. Während Russinnen und Russen sowie Polinnen und Polen mit jeweils 38,1 Jahre unter dem Altersschnitt der in Deutschland lebenden Bevölkerung lagen, waren Türkinnen und Türken im Schnitt deutlich jünger mit nur 33,2 Jahre alt. Im Vergleich zu den europäischen Gruppen fällt auf, dass Personen mit Migrationshintergrund aus Asien und Afrika mit einem Durchschnittsalter von 32,1 und 28,9 Jahren noch jünger sind. 2016 waren um die 75 Prozent von ihnen 45 Jahre und jünger. 
Die jungen Zugewanderten können dem deutschen Arbeitsmarkt noch lange zur Verfügung stehen, den Fachkräftemangel mildern und zu Wohlstand und wirtschaftlichem Erfolg beitragen. Voraussetzung hierfür sind die geeigneten Qualifikationen.