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Arbeiten & Gehalt

Niedrige Arbeitslosenquoten in Deutschland

2016 betrug die deutsche Arbeitslosenquote 4,1 Prozent. Damit verzeichnet Deutschland eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten weltweit. Der Durchschnitt in der EU-28 lag im selben Jahr mehr als doppelt so hoch. Während anderswo in Europa die Jugendarbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat, hat sich in Deutschland die duale Berufsausbildung bezahlt gemacht. 2016 waren nur 7,1 Prozent der 15- bis 24-Jährigen arbeitslos gemeldet. Der Durchschnitt aller EU-28-Länder lag bei 18,7 Prozent.

Aber auch Erwachsene profitieren von der guten Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage in Deutschland. Die Arbeitslosenquoten für 25 bis 54-Jährige bzw. 55 bis 64-Jährige lagen mit jeweils 3,9 Prozent 2016 ebenfalls sehr niedrig.


Brutto ist nicht gleich netto

Wenn Sie in Deutschland einen Arbeitsvertag abschließen und sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, wird in Ihrem Vertrag Ihr Bruttogehalt genannt. Brutto ist jedoch nicht gleich netto. Das heißt, dass Sie weniger ausgezahlt bekommen als in Ihrem Arbeitsvertrag angegeben ist.

Ein Beispiel: 2016 lag das durchschnittliche Bruttogehalt über alle Gehaltsstufen hinweg für Männer bei knapp 4.483 Euro pro Monat. Frauen, die häufiger in Teilzeit und in geringbezahlten Serviceberufen arbeiten, verdienten im Schnitt gut 3.613 Euro pro Monat. Bei sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ziehen Arbeitgeber von diesem Bruttogehalt automatisch die Lohnsteuer, den sogenannten Solidaritätszuschlag und die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ab. Der Vorteil ist, dass Sie durch Ihre Einzahlung in die Sozialversicherung auch im Falle von Arbeitslosigkeit oder einer Erkrankung, im Pflegefall und im Alter finanziell abgesichert sind. Die Arbeitgeber übernehmen sogar einen Teil der Kosten. Je nach Einkommen, Bundesland, Steuerklasse, Krankenkasse und Familienstand können die Abzüge variieren. 2016 erhielten eine unverheiratete Frau bzw. ein unverheirateter Mann mit der Steuerklasse I in den westdeutschen Bundesländern im Durchschnitt 2.225 Euro bzw. 2.652 Euro netto.


Kurze Arbeitszeit, viele Urlaubs- und Feiertage

Im internationalen Vergleich der Volkswirtschaften belegt Deutschland in vielen Disziplinen vordere Plätze. Nun könnte man meinen, die Deutschen erreichten ihre Platzierungen durch ihren sprichwörtlichen Fleiß, lange Arbeitszeiten, kaum Urlaub und weniger Feiertage als andere Länder. Jedoch beweisen die Statistiken das Gegenteil. Was die Arbeitszeiten angeht, erreichte Deutschland mit 1.651 tariflich vereinbarten Stunden je Vollzeitbeschäftigtem 2014 den drittniedrigsten Wert in der EU-28. Nur Frankreich und Dänemark hatten noch kürzere jährliche tarifliche Arbeitszeiten. Auch bei den Urlaubs- und Feiertagen gibt es eine große Bandbreite innerhalb der EU: In Deutschland kamen die Beschäftigten im Jahr 2014 auf 41 Urlaubs- und Feiertage, während die Belgierinnen und Belgier mit 29 freien Tagen zufrieden sein mussten.


Das kostet das Leben in Deutschland

Schon Albert Einstein hat gesagt: „Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.“ Das mag stimmen. Für alles andere haben die Deutschen im Jahr 2016 monatlich im Durchschnitt 2.480 Euro je Haushalt ausgegeben. Dieser Betrag unterschied sich deutlich je nachdem, wie hoch das Einkommen des Haushaltes war. Lag das monatliche Nettoeinkommen beispielsweise zwischen 2.600 und 3.600 Euro, wurden durchschnittlich 2.417 Euro ausgegeben. Über alle Einkommensklassen hinweg haben die Deutschen am meisten Geld für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung ausgegeben (877 Euro). Darauf folgten Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (342 Euro). Aber auch Freizeit und Kultur kommen nicht zu kurz: Monatlich geben die Deutschen 258 Euro für Sport, Kino und Co. aus.

Weitere Informationen im Web

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Ausländerbeschäftigung in Deutschland (Deutsch)
 

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Broschüre Willkommen in Deutschland - Informationen für Zuwanderer (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch uvm.)

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