Das Portal der Bundesregierung
für Fachkräfte aus dem Ausland

Arbeitsmarktzulassung bestimmter Personengruppen

Nicht-akademische Fachkräfte aus dem Ausland:

Ihre Fachkraft hat eine nicht-akademische Berufsausbildung außerhalb von Deutschland absolviert? Dann kann sie auch mit ihrem im Ausland erworbenen Abschluss eine Arbeit in Deutschland aufnehmen, wenn folgende Voraussetzungen auf die Person zutreffen:

  • In dem Beruf, den sie in Deutschland ausüben soll, besteht ein Engpass an Fachkräften. Auf welche Berufe dies zutrifft, entnehmen Sie der sogenannten Positivliste der Bundesagentur für Arbeit.
  • Sie haben Ihrer potenziellen Fachkraft konkretes Arbeitsplatzangebot unterbreitet.
  • Der Ausbildungsabschluss muss im Vergleich zu einem deutschen Abschluss als gleichwertig anerkannt sein. Die Anerkennung muss die Fachkraft bereits von ihrem Herkunftsland aus beantragen. Weitere Informationen zum Thema Anerkennung finden Sie unter Qualifikationen anerkennen und erkennen.

Für Arbeitgeber aus Baden-Württemberg besteht über das Punktebasierte Modellprojekt für ausländische Fachkräfte (PuMA) zusätzlich die Möglichkeit ausländische Fachkräfte aus Drittstaaten bei Erfüllung bestimmter Kriterien in Berufen einzustellen, die nicht auf der Positivliste der Bundesagentur für Arbeit stehen. Mehr Informationen zu PuMa finden Sie hier.

Personen aus Drittstaaten im Rahmen der Anpassungsqualifizierung:

Wenn die zuständige Anerkennungsstelle feststellt, dass für die volle Anerkennung des Abschlusses eine Weiterbildung erforderlich ist, kann die Fachkraft zu diesem Zweck eine Aufenthaltserlaubnis für bis zu 18 Monate gemäß § 17a Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes in Deutschland erhalten. Eine Weiterbildung kann zum Beispiel eine betriebliche Tätigkeit im Rahmen eines Anpassungslehrgangs oder ein Sprachkurs sein. Während dieser Zeit kann die Fachkraft begleitend zu ihrer Weiterbildung zeitlich uneingeschränkt einer Beschäftigung nachgehen, die zu ihrem angestrebten Berufsprofil passt.

Weitere Informationen zur Arbeitsmarktzulassung von Personen aus Drittstaaten im Rahmen der Anpassungsqualifizierung entnehmen Sie dem Merkblatt „Beschäftigung von drittstaatsangehörigen Ausländerinnen und Ausländern im Anerkennungsverfahren nach § 17a Aufenthaltsgesetz“ der Bundesagentur für Arbeit.

Unternehmensinterner Transfer für Drittstaatangehörige:
ICT-Karte

Ihr Unternehmen bzw. Ihre Unternehmensgruppe hat eine Dependance außerhalb der EU und Sie möchten Fachkräfte transferieren?

Die ICT-Richtlinie, die seit 2017 Bestandteil des Aufenthaltsgesetzes ist, regelt die Bedingungen für die Einreise und den Aufenthalt von unternehmensintern transferierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. ICT steht für Intra-Corporate Transfer. Sie richtet sich an Unternehmen, die eine Dependance außerhalb der EU haben und vorübergehend Arbeitskräfte in Ihre Niederlassung in Deutschland transferieren möchten. Dabei handelt es sich bei der ICT-Karte um einen neuen Aufenthaltstitel für Drittstaatangehörige, der die  bereits bestehenden Aufenthaltstitel ergänzt. Die ICT-Karte ermöglicht  Führungskräften, Spezialistinnen und Spezialisten  oder Trainees für einen gewissen Zeitraum in einer deutschen Niederlassung tätig zu werden. Für die Beantragung einer ICT-Karte gelten bestimmte Voraussetzungen. Diese finden Sie auf den Seiten des  Bundesamts für Migration und Flüchtlinge und in den Anwendungshinweisen des BMI. Wenn es sich bei dem Angestellten um eine Führungskraft oder einen Spezialisten handelt, kann der Aufenthaltstitel für 3 Jahre erteilt werden. Bei Trainees ist die Dauer auf maximal 1 Jahr begrenzt.

Pflegekräfte aus dem Ausland:

Wenn Sie eine Pflegekraft aus dem Ausland rekrutieren möchten, müssen Sie sich vorher genau informieren aus welchem Land Sie rekrutieren wollen. Da der Beruf Pflegekraft in vielen Ländern, anders als in Deutschland, eine akademische Ausbildung voraussetzt, spielt das Thema Anerkennung hier eine wichtige Rolle.

Informationen zu den Möglichkeiten der Arbeitsmarktzulassung von Pflegekräften finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Im Projekt Triple Win vermittelt die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung in Kooperation mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit Pflegekräfte aus den Partnerländern Serbien, Bosnien-Herzegowina und den Philippinen in Einrichtungen der Kranken- und Altenpflege in Deutschland. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer werden durch den gesamten Migrationsprozess begleitet. Mehr Informationen finden Sie auf der Website zu Triple Win.

Weiterführende Informationen über die aktuell geltenden rechtlichen Voraussetzungen für den Arbeitsmarktzugang von ausländischen Fachkräften in Deutschland finden Sie auf dem Portal der Bundesagentur für Arbeit.

Tipp: Der Migration-Check der Bundesagentur für Arbeit gibt eine erste Orientierung, ob Ihre neue Fachkraft eine Arbeitserlaubnis benötigt und ob diese erteilt werden kann. Hier gelangen Sie zum Migration-Check.

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