Rekrutierung ausländischer Fachkräfte

Unternehmen sind in einer globalen Welt zunehmend gefordert, ihre Produkte, aber auch personelle Aufstellung weiterzuentwickeln. Wer als Arbeitgeber attraktiv und wettbewerbsfähig bleiben möchte, muss seiner Belegschaft gute Arbeitsbedingungen und eine zukunftsorientierte Teamzusammensetzung bieten.

Als Unternehmerin oder Unternehmer stehen Ihnen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung, Ihren Bedarf an Fachkräften zu decken: Zum Beispiel durch die gezielte Einstellung von weiblichen oder älteren Fachkräften, Menschen mit Behinderung, Fachkräften mit Migrationshintergrund oder die Übernahme von Auszubildenden. Sie können auch neue Teilzeitmodelle einführen, die es erlauben, Familie und Beruf gut unter einen Hut zu bringen. Eine weitere Möglichkeit ist die Rekrutierung internationaler Fachkräfte. Im Ausland, aber auch an deutschen Hochschulen, gibt es ein großes Potenzial an solchen Fachkräften.

Vorteile der Auslandsrekrutierung

Potenziale erschließen - Unternehmen

Sie führen ein Unternehmen und haben bereits seit längerem offene Stellen, für die Sie keine geeigneten Fachkräfte finden? Sie sind nicht allein mit diesem Problem! Denn in Deutschland fehlen schon heute in einigen Branchen und Regionen qualifizierte Fachkräfte. Dieser Trend wird sich in Zukunft fortsetzen. Im Jahr 2025 werden laut Bundesagentur für Arbeit aufgrund des demografischen Wandels im Vergleich zu 2010 schätzungsweise 6 Millionen Arbeitskräfte weniger zur Verfügung stehen, wenn keine aktiven Schritte dagegen unternommen werden.

Die Einstellung einer internationalen Fachkraft kann nicht nur helfen, Ihren Fachkräftebedarf zu decken. Eine qualifizierte Fachkraft aus dem Ausland kann auch neue Impulse in Ihren Betrieb bringen: Sei es durch spezifisches Fachwissen, länderspezifische Sprach-, Markt- und Produktkenntnisse oder die für Ihr Geschäft relevanten interkulturellen Kompetenzen. Zusätzlich kann eine vielfältige Belegschaft aufgrund ihres unterschiedlichen Erfahrungsschatzes, Denkens und Wissens die Kreativität und das Innovationspotenzial in Ihrem Unternehmen steigern. Auch können das Image Ihrer Firma im In- und Ausland verbessert, der Bekanntheitsgrad erhöht oder erfolgreich Auslandsbeziehungen hergestellt werden.

Weitere Informationen zur Rekrutierung aus dem Ausland und zum „Diversity Management“ bietet Ihnen die Website des Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung. Auf dem Portal der Fachkräfte-Offensive finden Sie weitere nützliche Hinweise.

Welches Potenzial bieten EU und Drittstaaten?

Laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) haben viele Fachkräfte aus der Europäischen Union, zum Beispiel in Griechenland, Italien, Portugal und Spanien, Interesse an einer Tätigkeit in Deutschland. Darunter vor allem Maschinenbau- und Elektroingenieurinnen und -ingenieure, IT-Spezialistinnen und Spezialisten, Humanmedizinerinnen und –mediziner sowie Pflegekräfte. Hinzu kommen gut ausgebildete Fachkräfte außerhalb der Europäischen Union, den sogenannten Drittstaaten.

Potenziale erschließen - Unternehmen

Ein besonders wichtiges Potenzial stellen internationale Studierende an deutschen Hochschulen dar. Deren Plus: Neben ihrer fachlichen Qualifikation sind sie in der Regel bereits mit kulturellen Facetten in Deutschland sowie der Sprache vertraut. Derzeit stammen rund 300.000 Studierende aus dem Ausland. Das sind 11,5 Prozent aller Studentinnen und Studenten in Deutschland. Mehr Informationen zu internationalen Studierenden in Deutschland finden Sie hier (PDF-Dokument)

Wie die Rekrutierung und Integration internationaler Fachkräfte gelingen kann, erfahren Sie im Beitrag "In 5 Schritten zur internationalen Fachkraft":

1. Schritt: Analyse und Vorbereitung

2. Schritt: Länderauswahl

3. Schritt: Rekrutierung

4. Schritt: Aufnahme und Integration in den Betrieb

5. Schritt: Integrationsfortschritte verfolgen

Informationen im Web

Das Portal zur Fachkräfte-Offensive

Hinweise zur Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland (Deutsch)

Engineers for Germany

Deutsch-libanesische Fachkräfteinitiative (Deutsch)

EURES

Stellenangebote in Europa (u.a. Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Spanisch)