Newsletter Nr. 2 / 2026: Internationale Studierende – ein Gewinn für den deutschen Arbeitsmarkt
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
internationale Studierende sind ein wichtiger Baustein für die Fachkräftesicherung in Deutschland. Kein anderes nicht englischsprachiges Land zieht so viele Studierende aus dem Ausland an. Viele bleiben auch nach dem Abschluss im Land, rund 45 % sogar langfristig – ein Gewinn für die deutsche Wirtschaft. Für Unternehmen mit Fachkräftemangel besonders interessant: mehr als die Hälfte der internationalen Studierenden studiert Ingenieur- oder Naturwissenschaften.

Welches Potenzial in den Absolventinnen und Absolventen steckt, zeigt das Beispiel von Sina aus dem Iran: Er kam für sein Studium nach Deutschland und arbeitet heute in einem Kölner Ingenieurbüro. Seine Geschichte erzählt das neue Video von „Make it in Germany“.

In der Praxis fragen sich Arbeitgeber häufig: Dürfen internationale Studierende während des Studiums arbeiten? Und was gilt nach dem Abschluss? Dieser Newsletter gibt einen kompakten Überblick.

Ihr „Make it in Germany”-Team
Neues auf „Make it in Germany“
Video: Sinas Weg in den deutschen Arbeitsmarkt
Wie gelingt der Übergang vom Studium in die Praxis? Im neuen Video von „Make it in Germany“ berichtet Sina aus dem Iran von seinem Studium und seinem Einstieg als Energieeffizienz-Experte. Sein Teamleiter erklärt, worauf es beim erfolgreichen Start internationaler Talente im Betrieb ankommt.
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Neue PDF: Lebensunterhaltssicherung nach Aufenthaltszwecken
Beratende und Arbeitgeber, die internationale Fachkräfte aus Drittstaaten beschäftigen möchten, finden jetzt auf „Make it in Germany" eine Tabelle zur Lebensunterhaltssicherung für den Visumprozess. Sie zeigt auf einen Blick, welche finanziellen Nachweise (z. B. Mindestgehalt) Fachkräfte und Auszubildende erbringen müssen, um das entsprechende Visum zu erhalten – strukturiert und direkt einsetzbar für Personalprozesse. Bitte beachten Sie: Die angegebenen Mindestbeträge dienen als Orientierung und ersetzen keine individuelle Prüfung durch die Auslandsvertretung.
Deutsch
Englisch
Spanisch
Französisch
Video: Hochschulabschluss mit anabin vergleichen
Wer seinen ausländischen Hochschulabschluss in Deutschland anerkennen lassen möchte, für den ist „anabin“ eine wichtige Adresse: die Datenbank der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) kostet nichts und Nutzerinnen und Nutzer können jederzeit von der ganzen Welt selbst ihren Abschluss und ihre Hochschule in das deutsche System einstufen lassen. Doch wie genau funktioniert das? Das erfahren Sie im Erklärvideo.
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Webinar: Visum für die Ausbildung (Fokus Asien)
Möchten Sie Auszubildende aus Asien oder anderen Drittstaaten einstellen oder beraten Sie Unternehmen dazu? Im Webinar von „Make it in Germany“ und dem Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten (BfAA) erhalten Sie Einblicke in die Visumbearbeitung – Hinweise, die für Arbeitgeber und Beratende bei der Vorbereitung und Planung hilfreich sein können. Auf Deutsch und mit Raum für Ihre Fragen an die Expertin. Save the date: 18.03.2026!
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Webinare: Aufzeichnungen verfügbar
Haben Sie eines der letzten Webinare verpasst? Kein Problem! Sie können sich die Aufzeichnungen auf YouTube ansehen. Für Arbeitgeber stehen jetzt die Webinare zu Azubi-Berufssprachkursen des BAMF und zum Bundesverband internationale Fachkräftegewinnung e. V. (bvifg) bereit. Internationale Fachkräfte können (auf Englisch) nachschauen, wie sie sich online bei der Bundesagentur für Arbeit registrieren – für den Karrierestart in Deutschland.
Azubi-Berufssprachkurse
bvifg
Online-Registrierung BA
Wussten Sie schon…?
420.000
internationale Studierende und Promovierende waren im Wintersemester 2025/26 an deutschen Hochschulen eingeschrieben – rund vier Prozent mehr als im Vorjahr.
(Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst)
Vom Studium in den Job: Was Arbeitgeber wissen sollten
Internationale Studierende beschäftigen
Gute Nachrichten: Arbeitgeber können Studierende sowie Praktikantinnen und Praktikanten aus der ganzen Welt beschäftigen. Für Studierende aus der EU und EFTA-Staaten gelten die gleichen Regeln wie für deutsche Studierende. Für Studierende aus Nicht EU-/EFTA-Staaten mit Aufenthaltserlaubnis zum Studium (§16b AufenthG) gibt es zwei Möglichkeiten: a) bis zu 140 volle oder 280 halbe Arbeitstage pro Jahr sind erlaubt. Freiwillige Praktika zählen in der Regel zu diesen 140 Tagen, Pflichtpraktika werden nicht auf dieses Kontingent angerechnet. b) alternativ ist eine Tätigkeit bis zu 20 Stunden pro Woche als Werkstudentin oder Werkstudent möglich. In den Semesterferien ist im Rahmen der Werkstudententätigkeit auch eine Vollzeitbeschäftigung möglich.
Zu den Regeln
Praktikanten beschäftigen
Absolventinnen und Absolventen einstellen
Viele internationale Studierende bleiben nach ihrem Abschluss gern in Deutschland – und können so oft leichter mit Unternehmen zusammenfinden. Absolventinnen und Absolventen aus der EU und EFTA-Staaten können wie deutsche Absolventinnen und Absolventen beschäftigt werden. Für diejenigen aus anderen Ländern gilt: Sie können nach dem Studium einen Aufenthaltstitel zur Arbeitssuche für bis zu 18 Monate beantragen und in dieser Zeit jede Tätigkeit ausüben. Oder – wenn bereits ein qualifiziertes Jobangebot vorliegt – direkt einen Aufenthaltstitel für Fachkräfte bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragen.
Mehr erfahren
Internationale Fachkräfte gezielt gewinnen – mit der Campus-Initiative des DAAD
Die „Campus-Initiative Internationale Fachkräfte" des DAAD unterstützt deutsche Hochschulen dabei, internationale Studierende und Graduierte gezielt auf den deutschen Arbeitsmarkt vorzubereiten. In den Programmen „FIT“ (Förderung internationaler Talente zur Integration in Studium und Arbeitsmarkt) und „Profi Plus“ (Akademische Anpassungsqualifizierung für den deutschen Arbeitsmarkt) werden die Talente an bundesweit über 100 Hochschulen fachlich, sprachlich und kulturell auf den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet. Mehr zur Zusammenarbeit von Wirtschaft und Hochschulen erfahren Sie im Video.
Arbeitgeber können Kontakt mit einer teilnehmenden Hochschule in Ihrer Region (siehe interaktive Karte) aufnehmen, um internationale Talente kennenzulernen.
Interaktive Karte
Video zu Hochschulkooperation
Infos für internationale Studierende (zum Weiterleiten)
Kennen Sie internationale Studierende, die bereits in Deutschland leben und arbeiten möchten – oder Personen im Ausland, die ein Studium in Deutschland planen? „Make it in Germany“ bietet einen kompakten Überblick zu Visum, Arbeiten während des Studiums und den Perspektiven nach dem Abschluss. Leiten Sie die folgenden Informationen gern an Interessierte weiter.
Visum zum Studieren
Studium und Arbeit
Perspektiven nach dem Studium
Gutachten: Internationale Studierende stärken Deutschland
Viele internationale Studierende bleiben nach ihrem Abschluss in Deutschland – und stärken Wirtschaft und öffentliche Haushalte. Ein Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für den DAAD zeigt: Ihre Steuern und Sozialabgaben gleichen die staatlichen Investitionen in ihr Studium oft schon nach wenigen Jahren aus. Wichtig sind gute Rahmenbedingungen im Studium und beim Berufseinstieg. Unternehmen können dazu beitragen, indem sie Praktika oder Jobs anbieten, Informationsveranstaltungen an Hochschulen durchführen oder bei der Auswahl individuelle Voraussetzungen wie Sprachkenntnisse fair berücksichtigen.
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Haben Sie individuelle Fragen?
Sie können sich bei der „Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland“ oder über das Kontaktformular von Expertinnen und Experten beraten lassen! Stellen Sie Ihre Fragen zum Übergang vom Studium zum Beruf, Visum, Deutschförderung und mehr.
Für Fachkräfte
Für Arbeitgeber
Wussten Sie schon…?
6 Jahre
ist es her, dass das erste deutsche Fachkräfteeinwanderungsgesetz am 01. März 2020 in Kraft trat.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE)

Erstellt durch das

Institut der deutschen Wirtschaft
Make it in Germany
Konrad-Adenauer-Ufer 21
50668 Köln
Deutschland

Redaktion: Vanessa Pohlmann und Marlene Schimpf
Hat Ihnen der Newsletter gefallen? Kontaktieren Sie uns bei Fragen oder Anregungen gerne per Email: news-make-it@iwkoeln.de

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