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für Fachkräfte aus dem Ausland
 

Erfahrungsbericht aus den Welcome Centern in Rheinland-Pfalz

Die Welcome Center sind ein gemeinsames Angebot der vier Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Landesregierung. Sie unterstützen interessierte Unternehmen und Fachkräfte aus dem Ausland von der Anwerbung über Einreiseregelungen und Ankommen in Deutschland bei allen Schritten. Dabei verstehen Sie sich als erster Ansprechpartner und Lotse in ihrem Netzwerk. „Make it in Germany“ hat mit den Welcome Centern über ihre Arbeit gesprochen.


Bieten Sie als Welcome Center spezielle Angebote für Unternehmen, die ausländische Fachkräfte suchen?

Ja, neben individuellen Beratungen bieten die Welcome Center in Rheinland-Pfalz regelmäßig Veranstaltungen an. In diesem Jahr in Form von Webinaren – zum Beispiel zu den rechtlichen Rahmenbedingungen, dem Aufbau einer Willkommenskultur im Unternehmen, Fragen der beruflichen Anerkennung und neuen Projekten. Die aktuellen Angebote sind immer auf der Website des Landes: „Make it in Rheinland-Pfalz“ abrufbar. Dort findet sich zum Beispiel auch die neue Willkommensmappe für Unternehmen, die Arbeitgebern die Organisation erleichtern soll. 


Arbeiten Sie mit anderen Behörden / Institutionen zusammen?

Persönliche Kontakte und ein funktionierendes Netzwerk sind für unsere Arbeit von großer Bedeutung. Viele Prozesse in der Fachkräfteeinwanderung entstehen gerade neu und wir sind gegenseitig auf einen kontinuierlichen Austausch angewiesen. In Rheinland-Pfalz arbeiten wir eng zusammen etwa mit der Landespolitik, den Agenturen für Arbeit vor Ort, den Handwerkskammern und vor allem der Zentralen Ausländerbehörde in Kaiserslautern. Unser Netzwerk erstreckt sich weiter über die Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA) bis hin zu Anerkennungsbehörden und Bundesministerien. Einerseits können wir so den Informationsfluss an unsere Mitgliedsunternehmen sicherstellen, andererseits haben wir einen kurzen Draht, wenn wir unternehmerische Belange weitergeben wollen.

Aus Ihrer Erfahrung heraus – Welche Themen sind aktuell am häufigsten bei den Ratsuchenden? 

Etwa 55 Prozent unserer Beratungsangebote werden von Unternehmensvertreterinnen und -vertretern genutzt. In den meisten Fällen geht es dann um Fragen der Einreise – also Umgang mit den Verwaltungsprozessen, rechtliche Rahmenbedingungen und ganz speziell auch um das Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Außerdem werden wir häufig zu konkreten Möglichkeiten der Fachkräfteanwerbung im Ausland befragt. Hier wäre ein größeres Angebot, besonders für beruflich qualifizierte Fachkräfte, für viele Unternehmen eine große Unterstützung. 
Bei den Gesprächen mit interessierten Fachkräften geht es neben Fragen zu rechtlichen Rahmenbedingungen und beruflicher Anerkennung eher um die Suche nach Arbeitgebern und Angebote für Deutschkurse. Auch hier besteht übrigens ein großer Bedarf, vor allem in Bezug auf das Erlernen berufsbezogener Sprache.

Welche 3 Tipps würden Sie Arbeitgebern geben, die Fachkräfte aus dem Ausland rekrutieren bzw. einstellen wollen? 

  1. Planen Sie ausreichend zeitlichen Vorlauf ein.  Die Suche nach Fachkräften aus dem Ausland braucht Geduld, Vorbereitung und Kontakte. Ihre Industrie- und Handelskammer ist ein guter Ansprechpartner für eine erste Orientierung und kann Sie als Lotse unterstützen.
  2. Arbeiten Sie an einer Willkommenskultur im Unternehmen. Die Beschäftigung internationaler Mitarbeiter wirkt sich auf die ganze Belegschaft aus. Bereiten Sie Ihre Mitarbeiter vor, bauen Sie zum Beispiel ein Patenprogramm auf und sorgen Sie für positive Auseinandersetzung mit Vielfalt im Unternehmen.
  3. Begleiten Sie Ihren neuen Mitarbeiter auch über das Arbeitsverhältnis hinaus. Das kann auch bedeuten, die mitreisende Familie im Blick zu haben – denn auch hier müssen bei Einreise ggf. Sprachkenntnisse nachgewiesen werden. Beratung bei der Wohnungssuche und der Schule für die Kinder können ebenso wichtig sein wie die Auswahl eines passenden Sprachkurses.

Wir bedanken uns herzlich bei den Welcome Centern in Rheinland-Pfalz für diesen Beitrag! 
Die Kontaktstellen finden Sie auf dem Portal des Landes „Make it in Rheinland-Pfalz“.

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