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Arbeiten und Gehalt

Viele Arbeitnehmervorteile und überdurchschnittliche Gehälter in verschiedenen Branchen: Hier erfahren Sie, wie viel das Leben in Deutschland kostet.

Niedrige Arbeitslosenquoten in Deutschland

2019 betrug die deutsche Arbeitslosenquote 3,1 Prozent. Damit verzeichnet Deutschland eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten weltweit. Während anderswo in Europa die Jugendarbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat, hat sich in Deutschland die duale Berufsausbildung bezahlt gemacht. 2019 waren nur 5,8 Prozent der 15- bis 24-Jährigen arbeitslos gemeldet. 

Brutto ist nicht gleich netto

Wenn Sie in Deutschland einen Arbeitsvertrag abschließen und sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, wird in Ihrem Vertrag Ihr Bruttogehalt genannt. Brutto ist jedoch nicht gleich netto. Das heißt, dass Sie weniger ausgezahlt bekommen als in Ihrem Arbeitsvertrag angegeben ist.

Ein Beispiel: 2020 lag das durchschnittliche Bruttogehalt über alle Gehaltsstufen hinweg zwischen 4.745 Euro pro und 3.942 Euro pro Monat. Bei sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ziehen Arbeitgeber von diesem Bruttogehalt automatisch die Lohnsteuer und die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ab. Der Vorteil ist, dass Sie durch Ihre Einzahlung in die Sozialversicherung auch im Falle von Arbeitslosigkeit oder einer Erkrankung, im Pflegefall und im Alter finanziell abgesichert sind. Die Arbeitgeber übernehmen sogar einen Teil der Kosten. Je nach Einkommen, Bundesland, Steuerklasse, Krankenkasse und Familienstand können die Abzüge variieren. Der Solidaritätszuschlag wurde ab Januar 2021 für fast alle abgeschafft. 2020 erhielt eine unverheiratete Person der Steuerklasse I in den westdeutschen Bundesländern im Durchschnitt zwischen 2.456 bis 2.848 Euro netto.

Kurze Arbeitszeit, viele Urlaubs- und Feiertage

Im internationalen Vergleich der Volkswirtschaften belegt Deutschland in vielen Disziplinen vordere Plätze. Nun könnte man meinen, die Deutschen erreichten ihre Platzierungen durch ihren sprichwörtlichen Fleiß, lange Arbeitszeiten, kaum Urlaub und weniger Feiertage als andere Länder. Jedoch beweisen die Statistiken das Gegenteil. Was die Arbeitszeiten angeht, erreichte Deutschland mit 1.651 tariflich vereinbarten Stunden je Vollzeitbeschäftigtem 2014 den drittniedrigsten Wert in der EU-28. Nur Frankreich und Dänemark hatten noch kürzere jährliche tarifliche Arbeitszeiten. Auch bei den Urlaubs- und Feiertagen gibt es eine große Bandbreite innerhalb der EU: In Deutschland kamen die Beschäftigten im Jahr 2014 auf 41 Urlaubs- und Feiertage, während der Durchschnitt in der EU-28 bei 35,7 lag.

Das kostet das Leben in Deutschland

Schon Albert Einstein hat gesagt: „Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.“ Das mag stimmen. Für alles andere haben die Deutschen im Jahr 2019 monatlich im Durchschnitt 2.574 Euro je Haushalt ausgegeben. Der größte Anteil wurde dabei für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung aufgewendet (890 Euro). Darauf folgten Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (356 Euro) und Verkehr (351 Euro). Aber auch Freizeit und Kultur kommen nicht zu kurz: Monatlich geben die Deutschen 284 Euro für Sport, Kino und Co. aus.

Weitere Informationen im Web

  1. Bundesministerium für Arbeit und Soziales Ausländerbeschäftigung in Deutschland
  2. Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat Broschüre Willkommen in Deutschland - Informationen für Zuwanderer
  3. EU-Kommission Der offizielle Währungsrechner der EU-Kommission
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