Gruppe von internationalen Studierenden an der Universität

Weitere Ausbildungsformen

Erlernen Sie Ihren Beruf unter professioneller Anleitung. Manche Ausbildungen können Sie auch an Berufkollegs und Hochschulen absolvieren.

Schulische Ausbildung

Anders als bei der dualen Ausbildung verbringen Sie bei dieser Form der Ausbildung weniger Zeit im Unternehmen. Theorie und Praxis lernen Sie in speziellen Berufsfachschulen oder Berufskollegs. Ergänzt wird das durch längere Aufenthalte in Betrieben oder sozialen Einrichtungen, wo Sie das Schulwissen umsetzen können. Diese Form der Ausbildung gibt es etwa bei Pflegeberufen, aber auch im gestalterischen, kaufmännischen oder technischen Bereich.

Normalerweise dauert eine schulische Ausbildung ein bis drei Jahre. Sie wird an staatlichen und privaten Schulen angeboten, wobei Sie bei privaten Anbietern oft Schulgeld zahlen müssen. Im Unterschied zur dualen Ausbildung erhalten Sie während der schulischen Ausbildung keine feste Vergütung. Die Ausnahme ist der Gesundheitsbereich, in dem Auszubildende während langer Praxisphasen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen arbeiten. Dort erhalten sie während der gesamten Ausbildung eine Vergütung. Als Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. -pflegerin verdienen Sie beispielsweise im ersten Ausbildungsjahr 1.141 Euro brutto, im zweiten 1.202 Euro brutto und im letzten Jahr 1.303 Euro brutto monatlich.

Welche Voraussetzungen gelten, wenn Sie eine schulische Ausbildung beginnen wollen, erfahren Sie im Beitrag „Kann ich eine Ausbildung in Deutschland machen?“.
 

Ausbildungsorientiertes Studium

Das ausbildungsintegrierte duale Studium ist eine besondere Form des Hochschulstudiums. Es verbindet ein Studium an einer Hochschule oder Berufsakademie mit einer Ausbildung in einem Unternehmen. Am Ende dieses Studiums haben Sie zwei Abschlüsse: einen von der Hochschule und einen aus dem Betrieb. Vor allem im kaufmännischen oder technischen Bereich wird dieses Studium angeboten, etwa in den Wirtschaftswissenschaften, im Maschinenbau oder in Informatik.

Das ausbildungsintegrierte duale Studium ist weniger wissenschaftlich als ein reguläres Hochschulstudium. Zusätzlich zur Theorie, die in der Hochschule oder Berufsakademie vermittelt wird, lernen die Studierenden die Unternehmenspraxis durch eine Ausbildung kennen. Die große Praxiserfahrung eröffnet Ihnen exzellente Arbeitsmarkt- und Karrierechancen. Zudem erhalten Sie in der Zeit, die Sie im Unternehmen verbringen, eine Vergütung wie die Auszubildenden auch.

Das ausbildungsintegrierte duale Studium dauert in der Regel drei bis fünf Jahre. Die berufliche Ausbildung ist dabei oft auf zwei Jahre verkürzt, damit genügend Zeit für das Studium bleibt. Um für diese Form des Studiums zugelassen zu werden, benötigen Sie die Zugangsberechtigung zu deutschen Hochschulen. Dazu bewerben Sie sich zunächst bei einem Unternehmen, welches Sie in den Praxisphasen ausbildet. Anschließend schreiben Sie sich an der Hochschule ein, mit der das Unternehmen kooperiert.

Eine Liste mit ausbildungsintegrierten dualen Studiengängen sowie Ausbildungsbetrieben finden Sie bei „Ausbildung Plus“. Da die hier aufgeführten Studienplätze sehr begehrt sind, sollten Sie sich frühzeitig bewerben.

Weitere Informationen im Web

  1. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Das duale Berufsbildungssystem in Deutschland (PDF)
  2. Bundesagentur für Arbeit (BA) Berufsberatung, Ausbildungsvermittlung und Ausbildungsförderung
  3. Berufliche Bildung – Praktisch unschlagbar! Nützliche Links rund um das Thema Ausbildung
  4. Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) Ausbildungsprofile zahlreicher Ausbildungsberufe
  5. Handelskammer Hamburg (HK) Infos zur dualen Aus- und Weiterbildung
  6. Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) Möglichkeiten einer beruflichen Ausbildung im deutschen Handwerk für EU-Bürgerinnen und Bürger
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