Gründungsberatung, Finanzierung und Förderprogramme in Deutschland
Eine gute Vorbereitung erhöht die Erfolgschancen Ihrer Gründung. Lassen Sie sich beraten, planen Sie Ihren Kapitalbedarf realistisch und prüfen Sie frühzeitig, welche Finanzierungs- und Förderangebote zu Ihrem Vorhaben passen.
Passende Gründungsberatungen für Ihre Idee finden
Beratungsstellen unterstützen Sie dabei, Ihre Geschäftsidee zu prüfen, einen Businessplan zu erstellen und die nächsten Schritte vorzubereiten. In Deutschland gibt es öffentliche und private Beratungsangebote.
Einen Überblick über öffentliche Anlaufstellen bietet das Existenzgründungsportal (Externer Link) . Über den Behördenwegweiser (Externer Link) können Sie außerdem nach Beratungsstellen in Ihrer Nähe suchen.
Sie können auch ein privates Beratungsunternehmen beauftragen. Einige Bundesländer bezuschussen solche Beratungen. Die Voraussetzungen und zuständigen Stellen finden Sie im Existenzgründungsportal (Externer Link) .
Praktische Tipps für Beratungsgespräche in Deutschland
Formulieren Sie vor dem Gespräch Ihre wichtigsten Fragen und stellen Sie alle relevanten Unterlagen zusammen. Sprechen Sie geschäftliche Themen direkt an und beschreiben Sie Ihr Vorhaben möglichst konkret. So kann die Beratung gezielt auf Ihre Situation eingehen.
Beratungen für Gründerinnen und Gründer mit Migrationshintergrund
Gründerinnen und Gründer mit Migrationshintergrund finden regionale und bundesweite Anlaufstellen im Bereich „Gründen mit Einwanderungsgeschichte“ (Externer Link) des Existenzgründungsportals. Die Fachstelle Migrantenökonomie (Externer Link) informiert ebenfalls zur Existenzgründung in Deutschland.
Frauen, die ein Unternehmen gründen möchten, finden auf dem Portal für Existenzgründerinnen (Externer Link) Informationen zu Beratung, Förderangeboten und Netzwerken.
Weiterbildung
Für die Selbstständigkeit benötigen Sie kaufmännische Kenntnisse, zum Beispiel in Buchführung, Rechnungswesen und Unternehmensführung. Seminare und Weiterbildungen helfen Ihnen, fehlendes Wissen aufzubauen oder vorhandene Kenntnisse aufzufrischen.
Angebote in Ihrer Region finden Sie unter anderem bei den Industrie- und Handelskammern (Externer Link) und den Handwerkskammern (Externer Link) . Weitere Kurse bieten KURSNET (Externer Link) und die Volkshochschulen (Externer Link) .
Beratung nach der Gründung
Auch nach dem Start können Sie Beratungsangebote nutzen, beispielsweise um Geschäftsprozesse zu verbessern oder Ihre betriebswirtschaftliche Planung weiterzuentwickeln.
Einen Überblick bietet das Unternehmensportal (Externer Link) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Zahlreiche Programme zur Förderung von Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern bietet auch die öffentlich-rechtliche Bankengruppe KfW (Externer Link) an.
Für Investoren und Unternehmen: Markteintritt in Deutschland
Deutschland bietet großartige Perspektiven für international tätige Unternehmen, die durch Gründung einer Tochtergesellschaft oder Niederlassung planen, nach Deutschland zu expandieren. Ausführliche Informationen und Unterstützung hierzu finden Sie auf der Website von Germany Trade & Invest (Externer Link) .
So finanzieren Sie Ihre Gründung in Deutschland
Nachdem Sie Ihren Kapitalbedarf ermittelt haben, planen Sie die Finanzierungsstrategie. Berücksichtigen Sie dabei sowohl die einmaligen Gründungskosten als auch die laufenden Ausgaben in der Startphase. Einen Überblick über Finanzierungsmöglichkeiten bietet die Gründerplattform (Externer Link) .
Eigenkapital und Fremdkapital
Grundsätzlich wird zwischen Eigenkapital und Fremdkapital unterschieden. Ihr Eigenkapital (Externer Link) ist der finanzielle Grundstein Ihres Unternehmens. Es umfasst Ihr persönliches Vermögen (z. B. Bargeld und Sparguthaben) und Gegenstände, welche Sie in Ihr Unternehmen einbringen (z. B. Maschinen und Anlagen).
Grundsätzlich gilt: Je mehr eigene Finanzmittel Sie haben, desto unabhängiger sind Sie. Idealerweise sollte das Eigenkapital mindestens 20 Prozent zum Gesamtkapital beitragen. Für Banken dient Eigenkapital als Sicherheit. Befragungen zeigen, dass „unzureichende Sicherheiten“ und „zu wenig Eigenkapital“ die häufigsten Gründe dafür sind, dass Banken einen Kreditantrag ablehnen.
Fremdkapital erhalten Sie zum Beispiel als Kredit von einer Bank oder Sparkasse. Welche Kreditart geeignet ist, hängt unter anderem von der benötigten Summe, der Laufzeit und dem Geschäftsmodell ab. Zinsen und weitere Konditionen richten sich auch nach der Risikoeinschätzung des Kreditinstituts. Ein passendes Kreditinstitut finden Sie beispielsweise auf der Gründerplattform (Externer Link) .
Je länger die Laufzeit ist und je höher die Bank das Risiko einschätzt, desto höhere Zinsen werden Sie für den Kredit bezahlen müssen. Ein überzeugender Businessplan ist eine wichtige Grundlage für das Finanzierungsgespräch.
Weitere Informationen zum Kapitalbedarf und zu möglichen Finanzierungsbausteinen finden Sie im Existenzgründungsportal (Externer Link) .
Diese Förderprogramme unterstützen Gründerinnen und Gründer
Deutschland unterstützt Gründerinnen und Gründer mit Förderprogrammen. In der Regel handelt es sich dabei um öffentliche Förderdarlehen, die Ihnen zum Beispiel günstigere Konditionen bei Zinsen, Laufzeiten oder der Tilgung anbieten. Um eine Förderung beantragen zu können, müssen sich Ihr Wohnsitz sowie der Geschäftsbetrieb in der Bundesrepublik Deutschland befinden.
Gründerinnen und Gründern in Deutschland können folgende Förderprogramme erhalten:
Arten der Förderung
- Förderkredite, zum Beispiel Mikrokredite und Förderkredite des Bundes
- Bürgschaften
- Beteiligungskapital, zum Beispiel über den Mikromezzaninfonds Deutschland oder den High-Tech Gründerfonds.
- Nicht rückzahlbarer Zuschuss: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld, Zuschüsse für technologie- oder wissensorientierte Gründungen.
In der Förderdatenbank (Externer Link) des Exitenzgründerportals können Sie gezielt nach Programmen des Bundes, der Länder und der Europäischen Union suchen.
Weitere Orientierung bieten der Produktfinder der KfW (Externer Link) und der Förderprogramm-Finder der Gründerplattform (Externer Link) . Eine Übersicht der Förderinstitute der Bundesländer finden Sie unter investitionsbank.info (Externer Link) .