Ausbildung in Verkehr und Logistik in Deutschland
Im Bereich Verkehr und Logistik werden Auszubildende gesucht! Interessieren Sie sich für die Ausbildung? Hier finden Sie Informationen darüber.
Eine Ausbildung im Bereich Verkehr und Logistik bietet vielfältige und zukunftssichere Karrieremöglichkeiten. Diese Branche ist von großer Bedeutung, um den Transport von Waren und Personen effizient und nachhaltig zu gestalten. Besonders für diejenigen, die Interesse an einer abwechslungsreichen Tätigkeit haben, in der Organisation, Planung und Kommunikation eine zentrale Rolle spielen, ist die Logistikbranche ein idealer Einstieg. Wer gern am Steuer sitzt, wird hier fündig. Informieren Sie sich jetzt über mögliche Berufe in der Branche und finde Sie den Ausbildungsplatz, der zu Ihnen passt.
Verkehr und Logistik: Hier werden Talente gesucht
Deutschland liegt zentral in Europa und hat im globalen Vergleich eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur zu bieten. Der Transport von Waren ist essenziell, um die Wirtschaft am Laufen zu halten: Jeden Tag werden viele tausend Transportaufträge in Deutschland durchgeführt. Die Logistikbranche zählt zu den größten Wirtschaftsbereichen Deutschlands. Der Großteil der Güter wird aktuell mit dem Lastkraftwagen (Lkw) transportiert. Es folgt der Eisenbahnverkehr, dann der Seeverkehr und die Binnenschifffahrt. Dazu kommt der öffentliche Personenverkehr: Busse, Züge, U‑Bahnen und Straßenbahnen sind in ganz Deutschland zu finden.
Qualifiziertes Personal im Bereich Verkehr und Logistik ist damit unverzichtbar für die deutsche Wirtschaft. Es wird Nachwuchs gesucht! Es gibt eine Vielzahl von Berufen, die für die reibungslose Bewegung von Waren und Personen notwendig sind.
Es geht zum Beispiel darum…
- Logistikprozesse und Transportwege zu planen, zu koordinieren und umzusetzen.
- Fahrzeuge zu steuern und zu warten.
- den Verkehrsbetrieb zu planen, zu koordinieren und zu überwachen, um Mensch und Material sicher, pünktlich und effizient ans Ziel zu bringen.
- Waren anzunehmen und Güter effizient zu lagern.
- Lösungen für logistische Herausforderungen zu finden.
Gefragte Ausbildungsberufe im Bereich Verkehr und Logistik
In der Verkehrs- und Logistikbranche gibt es sehr viele verschiedene Ausbildungen – je nachdem ob Sie lieber selbst am Steuer sitzen wollen, sich für die Lagertätigkeiten interessieren oder kaufmännisch tätig sein wollen (Die folgenden Links zu den einzelnen Berufen sind leider nur auf Deutsch verfügbar. Wir empfehlen Ihnen, ein Übersetzungstool zu verwenden).
Hier finden Sie drei Beispiele für Ausbildungsberufe, die in Deutschland gerade besonders gefragt sind.
Fahrerinnen und Fahrer:
Im Bereich Lager und Logistik:
Jeder dieser Berufe hat seinen eigenen Schwerpunkt. Die Ausbildung in diesen drei Berufen dauert 3 Jahre. In anderen Berufen im Bereich Verkehr/Logistik dauert die Ausbildung nur 2 Jahre. Wenn Sie sich für einen anderen Bereich interessieren (z. B. für die Eisenbahn oder das Schiff) oder lieber eine kaufmännische Ausbildung in der Logistik machen wollen: Es gibt noch jede Menge weiterer Ausbildungsberufe in der Branche! Erkundigen Sie sich zum Beispiel auf der Seite BERUFENET (Externer Link) der Bundesagentur für Arbeit.
Berufskraftfahrer werden – eine Ausbildung mit Zukunft
Ja, das Wort Pünktlichkeit ist immer wichtig in Deutschland. Man muss immer pünktlich und zuverlässig sein. Pünktlichkeit ist überall wichtig.
Ich bin Christian. Ich komme aus dem Kongo. Ich mache meine Ausbildung bei Emons seit einem Jahr zum Berufskraftfahrer.
Am liebsten fahren. Ich meine, das ist eine tolle Arbeit, mit der man auch Geld verdienen kann, damit man sein Leben entwickeln kann.
Man hatte halt irgendwie so ein bisschen scheu oder ein bisschen Angst davor: Kann ich diese Aufgabe überhaupt annehmen, jemanden aus einem anderen Kulturbereich, der seine Familie verlassen hat, hier auszubilden bzw. zu integrieren in die Gesellschaft? Weil es geht ja auch darum, dass es andere Kulturen sind. De facto war es einfacher, wie alle gedacht haben oder alle sich darüber Gedanken gemacht haben. Weil die Leistungsbereitschaft von den jungen Herren halt höher ist.
Ich habe auch schon meinen Pkw-Führerschein bestanden und ich mache gerade die Fachschule für Lkw.
Das Schwerste am Anfang war die deutsche Sprache. Aber jetzt ist es besser geworden. Ich lerne zweimal pro Woche, Montag und Dienstag. Manchmal sogar dreimal pro Woche.
Die größte Hürde war am Anfang auf jeden Fall die Sprache, weil die Schüchternheit der jungen Männer da war, dass sie halt nichts sagen wollten, weil sie dachten, sie sagen was falsch. Das haben wir denen aber direkt genommen, weil wir gesagt haben: Wenn du nicht weißt, wie du es sagen sollst, dann umschreib es oder versuch es mit anderen Wörtern.
An meinem ersten Tag bin ich direkt mit dem Lkw mitgefahren, ich habe einen Fahrer begleitet. Das war super, ich habe viel gelernt am ersten Tag. Als ich angefangen habe, hatte ich noch keine Erfahrung. Jetzt weiß ich, wie das mit den Spanngurten läuft, wie man die Ladung sichern muss. Das hab ich direkt gelernt.
Der Sprinter ist auch gut, aber ich habe Lust Lkw zu fahren.
Es gibt ja gewisse Fahrer, die sind auch Fahrer, weil sie Einzelkämpfer sind und wollen allein auf dem Lkw rumfahren. Und wenn man da einen Auszubildenen mitgibt, ist es schon schwierig. Aber wenn man dann noch einen Auszubildenden mitgibt, der einen anderen Kulturhintergrund hat, der die Sprache noch nicht so kann, der sag ich jetzt mal, nicht genauso sauber antworten kann, ist das halt schwieriger.
Aber durch die positiven Erfahrungen, die die Fahrer gemacht haben, die so etwas gerne machen und das weitergegeben haben an die anderen, die Alleinfahrer, haben wir es jetzt auch da so hingekriegt, dass wir schon vermehrt auch auf die anderen Fahrer bauen können, weil die einfach an dem Projekt auch teilhaben wollen und sich da aktiv miteinbringen.
Ich habe von dem Projekt gehört und habe mich dann auf dieser Webseite beworben. Dann habe ich ein Interview durchgeführt mit Frau Bauer und Herrn Collins. Sie haben mich ausgewählt. Ich habe den Deutschkurs in meinem Heimatland durchgeführt und am Ende habe ich eine Deutschprüfung bestanden, damit ich nach Deutschland fliegen kann.
Also die Behördengänge werden auch begleitet, sodass sie die beste Unterstützung haben, sich jetzt zu integrieren, sodass auch alle wichtigen Papiere erledigt werden und dass sie hier ganz normal leben können.
Das Wohnungsuchen war einfach, weil Emons hat die Wohnung selber gesucht. Wir haben nur die Schlüssel bekommen.
Das war eine sehr gute Idee, weil man dadurch in der Branche ein bisschen Lockerheit reingekriegt hat. Weil ich sage mal, das Thema Geduld ist mal wieder da. Man man muss geduldiger sein, man muss empathischer sein. Man muss sich um die Menschen kümmern.
Am Anfang ist alles ist immer schwierig, aber heute läuft alles gut. Ich habe mein erstes Jahr geschafft. Ich empfehle Leuten, die im Ausland sind, dass sie nach Deutschland kommen sollten, damit sie diese Ausbildung absolvieren. Weil es eine sehr, sehr gute Ausbildung ist.
Ich habe das Gefühl, das klappt, weil die Leute Einsatzbereitschaft zeigen, die Sprachbarriere immer mehr abbauen und auch hier total integriert sind, also als vollwertige Mitarbeiter oder Azubis angesehen werden.
Video: Berufskraftfahrer werden – eine Ausbildung mit Zukunft
Wo kann ich meine Ausbildung absolvieren?
In der Verkehr- und Logistikbranche gibt es viele Möglichkeiten, eine Ausbildung zu absolvieren. In der Regel findet sie im dualen System statt: Das bedeutet, dass Sie die praktische Arbeit direkt in einem Unternehmen lernen und für die Theorie in die Berufsschule gehen.
Typische Arbeitgeber sind:
- Industrie-, Handels- und Speditionsunternehmen
- Bahn-, Schifffahrts- und Busunternehmen
- Für die Logistik: Groß- und Außenhandelsunternehmen
- Kommunale Arbeitgeber wie Städte oder Regionen (öffentlicher Dienst)
Wie viel verdiene ich in der Ausbildung?
Während der dualen Berufsausbildung erhalten Sie eine Bezahlung in Form einer Ausbildungsvergütung vom Ausbildungsbetrieb. Hier finden Sie eine Orientierung, wie viel man ungefähr in der Ausbildung in der Verkehr- und Logistikbranche verdient.
- Berufskraftfahrerin und Berufskraftfahrer: 682 € - 1.305 € brutto im Monat.
- Fachkraft im Fahrbetrieb: ca. 682 – 1314 € brutto im Monat
- Fachkraft für Lagerlogistik: ca. 682 € - 1.370 € brutto im Monat.
Das sollten Sie dazu wissen:
- Sie müssen von der Brutto-Vergütung Sozialabgaben zahlen, z. B. für die gesetzliche Krankenversicherung, die Rentenversicherung und die Arbeitslosenversicherung. Diese Abgaben werden automatisch abgezogen, bevor das Netto-Einkommen auf das Bankkonto ausgezahlt wird.
- Lohnsteuer müssen Sie meistens während der Ausbildung nicht bezahlen, da diese erst ab einem Einkommen von mehr als 1.430 Euro (in Steuerklasse I; Stand 2026) fällig ist.
- In der Branche ist auch Schichtarbeit möglich, für die es in der Regel Zuschläge gibt.
Wovon hängt die Ausbildungsvergütung ab?
Sie hängt zum Beispiel davon ab,
- …in welcher Region in Deutschland und
- …in welchem Betrieb Sie die Ausbildung absolvieren.
- …im wievielten Jahr der Ausbildung Sie sich befinden. Mit jedem Lehrjahr steigt die Vergütung.
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?
Um eine Ausbildung zu absolvieren, benötigen Sie in der Regel einen Schulabschluss. Bei einer Ausbildung im dualen System müssen Sie diesen für das Visum nicht anerkennen lassen. Bei einer schulischen Ausbildung kann eine Anerkennung des ausländischen Schulabschlusses notwendig sein. Für eine Ausbildung sind gute Deutschkenntnisse sehr wichtig, zum Beispiel für die Berufsschule. Es gibt auch die Möglichkeit, einen Sprachkurs in Deutschland als Vorbereitung auf die Ausbildung zu absolvieren. Mehr Details über die allgemeinen Voraussetzungen für eine Ausbildung erfahren Sie hier.
Zusätzlich für die Ausbildung in der Verkehr- und Logistikbranche wird von Bewerberinnen und Bewerbern meistens erwartet:
- Planungs- und Organisationsfähigkeit
- Verantwortungsbewusstsein
- Kommunikationsfreudigkeit
- Körperliche Fitness
Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil, um zum Beispiel mit internationalen Kundinnen und Kunden zu kommunizieren.
Sie haben bereits einen anderen Beruf gelernt, gearbeitet oder studiert? Kein Problem! Eine Ausbildung können Sie auch zusätzlich absolvieren. Wenn Ihre vorherigen Erfahrungen etwas mit der Verkehr- und Logistikbranche zu tun haben, kann das sogar von Vorteil sein. Eine Anerkennung der vorherigen Qualifikation ist nicht erforderlich.
Perspektiven nach der Ausbildung zum Berufskraftfahrer
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung bestehen in der Verkehr- und Logistikbranche sehr gute Chancen auf eine Festanstellung. Vielleicht übernimmt Sie der Betrieb, in dem Sie die Ausbildung absolviert haben, als Mitarbeiterin/Mitarbeiter. Oder Sie suchen sich mit Ihrem Abschluss einen neuen Arbeitgeber.
Auch als ausgebildete Fachkraft gibt es Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten: Sie können mit Zusatzqualifikationen Ihre Karrierechancen verbessern. Mit einer Weiterbildung können Sie sich auf Führungspositionen vorbereiten: zum Beispiel können Berufskraftfahrerinnen und -fahrer Meisterin/Meister für Kraftverkehr (Externer Link) werden. Ausgebildete Fachkräfte für Lagerlogistik können sich zum Logistikmeister/in (Externer Link) weiterbilden.
Weiterhin ist in vielen Fällen ein Studium eine gute Option, um noch mehr zu lernen, zum Beispiel in den Fächern Logistik oder Supply Chain Management. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z. B. mit einem Gütertransportunternehmen.
Mehr zu den grundsätzlichen Möglichkeiten nach einer Ausbildung erfahren Sie unter „Perspektiven nach der Ausbildung“. Zu den spezifischen Möglichkeiten je Ausbildungsberuf können Sie sich auf BERUFENET (Externer Link) informieren.
Gehalt nach der Ausbildung
Die aktuellen Gehaltsniveaus können Sie am besten durch eine Online-Recherche herausfinden. Je nach Beruf und Fachrichtung fallen die Gehaltsspannen unterschiedlich aus. Wie bei der Ausbildungsvergütung macht es auch beim Gehalt einen Unterschied, in welchem Bundesland Sie arbeiten, wie groß der Betrieb ist etc. Informieren Sie sich daher immer in Bezug auf Ihre eigene Situation und verwenden Sie mehrere Quellen.
Nutzen Sie zum Beispiel den Entgeltatlas (Externer Link) der Bundesagentur für Arbeit. Hier sind einige Beispielgehälter:
- Berufskraftfahrerin und Berufskraftfahrer: ca. 3.084 € brutto pro Monat
- Fachkraft im Fahrbetrieb: ca. 3.522 € brutto pro Monat
- Fachkraft – Lagerlogistik: ca. 3.253 € brutto pro Monat
Brutto oder Netto? Das sollten Sie wissen
Die Gehälter sind als Brutto-Gehälter angegeben. Das bedeutet: es müssen noch Steuern und Sozialversicherungsabgaben abgezogen werden, bevor Sie Ihr Netto-Gehalt haben. Mehr dazu finden Sie unter „Gehalt, Steuern und Sozialversicherung“.
Weitere Informationen im Web
- Berufliche Bildung – Praktisch unschlagbar! Nützliche Links rund um das Thema Ausbildung
- Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) Ausbildungsprofile zahlreicher Ausbildungsberufe
- NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge Vokabelflyer für Berufskraftfahrer (auf Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch)
Sie haben Fragen?
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